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APA-Artikel 10. Dezember 2013

Neuer Kollektivertrag bringt Schlechterstellung von Psychologen in Kur- und Rehabilitationszentren

"Der neue Kollektivvertrag wertet die Qualität der Psychologen in Kur- und Rehazentren ab und verschlechtert die Einkommenssituation" kritisiert Ulla Konrad, Präsidentin des Psychologenverbandes, die Verhandler des mit 1. Dezember 2013 in Kraft getretenen Kollektivvertrags, der die in der Rehabilitation tätigen Klinischen Psychologinnen massiv zurückstuft.

Rehabilitationspsychologinnen sind langjährig ausgebildete Klinische Psychologinnen, die nach ihrem 5-jährigen Psychologiestudium eine zusätzliche postgraduelle theoretische und praktische Ausbildung absolvieren müssen. Mit dem neuen Kollektivvertrag wird diese akademisch und postgraduell qualifizierte Berufsgruppe der Klinischen Psychologen mit nicht akademischen Professionen der Verwendungsgruppe 5 zugeordnet.

"Wir wurden weder in die Kollektivvertragsverhandlungen einbezogen, noch wurden wir über die Veränderungen unterrichtet. Dies widerspricht der Kommunikationskultur in Österreich", verwehrt sich Ulla Konrad gegen diese Nichteinbeziehung. Weiters bedeutet das, "dass neben der massiven Einkommensverschlechterung die Klinischen PsychologInnen nicht gemäß ihrer Qualifikation eingestuft werden, diese Leistung aber erbringen", ist Konrad verärgert.

Der Psychologenverband fordert in einem Schreiben an die Verhandler eine Darstellung und Gespräche, damit geklärt werden kann, wie die Berufsgruppe der Klinischen PsychologInnen in der Rehabilitation künftig gemäß ihrer Qualifikation eingestuft und dementsprechend entlohnt werden können.

apa.at

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