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APA-Artikel 9. Dezember 2013

MRT und CT - Sozialversicherung hält ihr Angebot für fair

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger ist weiter zu Honorarverhandlungen für die Magnetresonanz- (MRT) und Computertomografie (CT) bereit. Das hat Albert Maringer, Chefverhandler und Gebietskrankenkassen-Obmann in Oberösterreich, am Montag gegenüber der APA bekräftigt. Das eigene Angebot bezeichnete er als fair, man müsse mit Geld der Versicherten sorgsam umgehen.

Man habe den Radiologen einen Abschluss über der Inflationsrate und auch eine Einmalzahlung angeboten. Außerdem gehe es um einen Dreijahresvertrag. "Ich glaube, dass der Tarif selber und das Angebot in dieser wirtschaftlichen Situation ein sehr faires ist." Was Wirtschaftskammer und die Institute verlangten, sei "jenseits von dem, was einer sozialen Krankenversicherung zumutbar ist".

Dass die Institute die Verhandlungen für gescheitert erklärt haben, sei überraschend gekommen, sagte Maringer. Man hatte eigentlich ausgemacht gehabt, dass die Ärzte wegen eines weiteren Termins auf die Kasse zukommen. "Ich warte", betonte der Kassenverhandler. "Ich bin jederzeit verhandlungsbereit."

Laut Maringer könnten den Patienten bei einem vertragslosen Zustand Selbstbehalte von 50 Euro pro Untersuchung blühen. MRT- und CT-Leistungen gebe es aber nicht nur in den betreffenden Instituten, betonte er. In Akutfällen könne man in die Spitäler ausweichen, zusätzlich würde die Kasse dann versuchen, mit weiteren Betreibern handelseinig zu werden.

Von politischer Seite wurde am Montag vor dem vertragslosen Zustand gewarnt. Die Gesundheitssprecherin der Grünen, Eva Mückstein, wandte sich in einer Aussendung gegen Einsparungen auf dem Rücken von Patienten. Dagmar Belakowitsch-Jenewein (FPÖ) gab Gesundheitsminister Alois Stöger (SPÖ) und seiner Gesundheitsreform die Schuld an "brutalen Sparmaßnahmen bei den sozial Schwächsten".

apa.at

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