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APA-Artikel 9. Dezember 2013

WGKK: Vertragsärztinnen und -ärzte zur Teilnahme an Feiertagsdiensten verpflichtet

Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), weist die jüngsten Tarifforderungen der Ärztekammer für Wien im Zusammenhang mit angeblichen Versorgungsproblemen rund um die Weihnachtsfeiertage entschieden zurück: "Der neue Tarifabschluss, den wir gemeinsam bekannt gegeben haben, ist gerade einmal eine Woche alt. Während all der Monate, die wir verhandelt haben, hat die Ärztekammer dieses Thema nicht einmal eingebracht. Statt nun Angst unter der Bevölkerung zu verbreiten, erwarte ich eine professionelle Planung für die bevorstehenden Feiertage."

Laut Gesamtvertrag sind Vertragsärztinnen und -ärzte zur Teilnahme an Sonn- und Feiertagsdiensten verpflichtet. Organisiert und eingerichtet wird dieser sogenannte Ärztefunkdienst von der Ärztekammer.

Nicht nachvollziehbar sind für die WGKK die aktuell kolportierten Stundensätze. Für Mediziner, die mit eigenem Pkw unterwegs sind, gibt es ein Grundhonorar (für sechs- oder 12 Stunden-Dienste). Dazu kommt ein gesondertes Honorar je Visite. Ein Beispiel: Selbst wenn bei einem sechs-Stunden-Dienst nur eine Visite in der Stunde anfällt, ergibt sich bereits ein Satz von 50,39 Euro.

Dazu kommt, dass die geltenden Regelungen vorsehen, dass die Honorare jedes Jahr automatisch wie Löhne und Gehälter erhöht werden. Zuletzt war das im Jänner 2013 der Fall - mit einem Plus von 2,3 Prozent.

Reischl: "Ich hoffe, dass die Ärztekammer von weiteren Schnellschüssen absieht und sich stattdessen auf die Organisation des Ärztefunkdienstes konzentriert."

apa.at

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