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APA-Artikel 9. Dezember 2013

Honorarverhandlungen mit bildgebenden Diagnostik-Instituten

Jährlich werden in Österreich rund 900.000 CT- und MR-Untersuchungen in ca. 110 Vertragsinstituten mit einem Gesamtvolumen von rund 120 Millionen Euro auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt. Die Verträge zwischen dem Hauptverband und der Wirtschaftskammer als Vertreterin der bildgebenden Diagnostik-Institute laufen mit 31.12.2013 aus.

Der Sozialversicherung ist die Sicherstellung einer Sachleistungsversorgung (Inanspruchnahme von Leistungen "auf e-Card" und ohne vorherige Barzahlung) im Sinne der PatientInnen ein sehr wichtiges Anliegen. "Unsere Versicherten vertrauen uns Ihre Beitragsgelder an, damit wir damit Ihnen die bestmögliche Versorgung zur Verfügung stellen. Damit das auch nachhaltig funktionieren kann, müssen wir sehr sorgsam auf vertretbare und leistbare Honorare an die Institute achten", betont Obmann Maringer.

Bis in die späten Abendstunden am Freitag wurde im Hauptverband der Sozialversicherungsträger verhandelt. Dabei wurde den Instituten ein äußerst faires Angebot vorgelegt. Eine jährliche Steigerung der Honorarsumme, die deutlich über der Inflationsrate liegt, sowie das Bekenntnis zur Verbesserung der Wartezeitensituation und eine Vereinbarung für den medizinischen Fortschritt bei künftig neuen, notwendigen Leistungen.

Eine deutliche Verbesserung gegenüber der aktuellen Vertragslage. Dass dieses Angebot von der Vollversammlung der Institutsbetreiber gestern Samstag nicht angenommen wurde, verwundert daher den SV-Delegationsleiter Albert Maringer, Obmann der OÖGKK, angesichts der konstruktiven Gespräche.

Die Patientinnen und Patienten können sicher sein, dass die Sozialversicherung bis zum Jahreswechsel an Lösungen zur Sicherstellung der Versorgung in den kommenden Jahren arbeitet. "Wir sind bereit, bis 31.12.2013 um Mitternacht zu verhandeln. Ich vertraue aus heutiger Sicht darauf, dass alle Beteiligten Interesse an einem positiven Ausgang der Gespräche haben."

"Säbelrasseln gehört eben manchmal zu intensiven Verhandlungen", so Maringer abschließend im Hinblick auf die Reaktion der Institute.

apa.at

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