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APA-Artikel 9. Dezember 2013

Magnetresonanz und CT: Tarifverhandlungen gescheitert

Die Verhandlungen zwischen den Instituten für Bildgebende Diagnostik und dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger sind gescheitert. Ziel der seit Oktober laufenden Gespräche wäre es gewesen, für die insgesamt 110 Institute in Österreich einen Gesamt-Kassenvertrag für Untersuchungen mit Magnetresonanztomografie (MRT) und Computertomografie (CT) auszuhandeln. Da der bestehende Vertrag mit Jahresende 2013 ausläuft, wird ab Jänner der vertragslose Zustand eintreten.

Die Verhandler auf Seiten der Ärzte haben bis zuletzt versucht, zu einer gemeinsamen Linie mit den Krankenkassen zu finden, in den 7 Wochen dauernden Gesprächen wurden der Sozialversicherung immer wieder neue Vorschläge unterbreitet und laufend Kompromissangebote gemacht. Auch bei der letzten Verhandlungsrunde am Freitag, 6. Dezember, kam es jedoch zu keiner Annäherung. "Der letzte Vorschlag der Sozialversicherung hätte bedeutet, dass sich die durchschnittlichen Wartezeiten für die Patienten von derzeit rund 90 auf 180 Tage verdoppeln", bedauert der Verhandlungsführer der Institute für Bildgebende Diagnostik, Dr. Manfred Baldt, "die Folge wäre eine krasse Unterversorgung Österreichs mit Bildgebender Diagnostik gewesen - und das zu einer Zeit, wo weltweit die Bedeutung von MRT und CT in der Medizin rasant zunimmt."

In einer Urabstimmung unter den Instituten für Bildgebende Diagnostik wurde das Angebot deshalb einstimmig abgelehnt, wobei Vertreter von 94 der insgesamt 110 Institute anwesend waren.

Der vertragslose Zustand hat zur Folge, dass MRT und CT-Untersuchungen ab Jänner nicht mehr direkt mit den Krankenkassen verrechnet werden können, sondern von den Patienten in den Instituten wie bei Wahlärzten bezahlt werden müssen. Die Patienten können dann bei der Krankenkasse die Refundierung der Kosten beantragen.

apa.at

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