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APA-Artikel 3. Dezember 2013

Gesundheitsreform: Wiener Landesregierung beschließt Landeszielsteuerungsvertrag

Die Wiener Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung den Wiener Landeszielsteuerungsvertrag beschlossen und damit die nächsten Schritte bei der Umsetzung der Gesundheitsreform auf Schiene gebracht. "Mit dem Landeszielsteuerungsvertrag definieren Wiener Gebietskrankenkasse und Stadt Wien ganz konkret, wie Patientinnen und Patienten in Zukunft am richtigen Ort, zur richtigen Zeit und in optimaler Qualität behandelt werden. Wir setzen uns damit bis zum Jahr 2016 ambitionierte Ziele, um die gewohnt gute medizinische Versorgung in Wien auch in Zukunft zu gewährleisten", zeigte sich Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely nach der Sitzung der Landesregierung erfreut.

"Als Wiener Gesundheitsstadträtin stehe ich dazu, auch in Zeiten der Wirtschafts- und Finanzkrise keine Budgets zu kürzen oder Leistungen zu privatisieren. Es ist daher meine feste Überzeugung, dass nur ein unumkehrbarer und transparenter Reformpfad ein starkes öffentliches Gesundheitswesen auf Dauer absichern kann", so Wehsely. Erstmals haben Stadt Wien und WGKK im Landeszielsteuerungsvertrag gemeinsam entlang der großen Leitlinien der Gesundheitsreform konkretes Reformpotential in Wien identifiziert, und zwar nicht nur innerhalb der jeweils eigenen Zuständigkeiten, sondern institutionenübergreifend nach Themenbereichen. Dies entspricht der neuen Philosophie, dass stationärer und niedergelassener Bereich gemeinsam geplant, gesteuert und finanziert werden.

Bereits in den ersten Monaten dieser neuen Zusammenarbeit sind deutliche Verbesserungen des Behandlungsangebotes zu sehen: So wurden 2013 bereits zwei Zentren für Entwicklungsförderung errichtet. "Damit wurden die Kapazitäten für Ergo-, Logo-, Physio- und Psychotherapie für rund 1.000 Kinder geschaffen. Kommendes Jahr wird eine zusätzliche Einrichtung den Betrieb aufsperren und weiteren 700 Kindern Therapien ermöglichen", führt Wehsely aus. Damit gibt es zusätzliche fachärztliche Kapazitäten und therapeutische Betreuung unter einem Dach für insgesamt 1.700 Kinder und Jugendliche.

Neben diesem ersten konkreten Projekt werden in den kommenden Jahren Punkt für Punkt ambitionierte Jahresprogramme abgearbeitet werden. Wien schafft zum Beispiel in den kommenden Jahren ein integriertes Behandlungs- und Betreuungssystem für alkoholkranke Menschen, das erstmals eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen dem ambulanten und stationären Bereich bringt. "Man kann ganz ohne Untertreibung sagen, dass hier ein Paradigmenwechsel passiert. Erstmals erarbeiten Stadt Wien, WGKK und PVA als Partner gemeinsam eine neue Strategie, setzen diese dann gemeinsam um und finanzieren sie auch gemeinsam. "Alkohol 2020" ist ein Vorzeigeprojekt, wenn es darum geht, zu zeigen, dass die Gesundheitsreform konkrete positive Auswirkungen auf die medizinische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger hat", hebt Wehsely hervor.

Mit dem heutigen Beschluss der Wiener Landesregierung sind die notwendigen Vorarbeiten zur operativen Umsetzung der Gesundheitsreform nun sowohl von Seiten der Stadt Wien als auch von Seiten der WGKK endgültig abgeschlossen. Bereits im Juni 2013 hat der Wiener Landtag die notwendigen gesetzlichen Grundlagen beschlossen. Die Verhandlungen mit der WGKK zur konkreten Ausgestaltung des Landeszielsteuerungsvertrages erfolgten über die Sommermonate. Der fertig ausverhandelte Vertrag wurde der Landeszielsteuerungskommission in der Sitzung am 23. September zum Beschluss vorgelegt und danach an die Mitglieder der Wiener Gesundheitsplattform ausgeschickt. Mit dem heutigen Beschluss der Wiener Landesregierung ist der Landeszielsteuerungsvertrag 2013 bis 2016 nun endgültig Grundlage der nächsten Umsetzungsschritte.

apa.at

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