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APA-Artikel 2. Dezember 2013

Pro-Life-Kundgebung zu 40 Jahre "Fristenlösung" vor der ÖVP-Zentrale in Wien

Am 40. Jahrestag der Beschlussfassung der "Fristenlösung" im Nationalrat, fand am Freitag, dem 29. November 2013 vor der ÖVP- Zentrale in der Wiener Lichtenfelsgasse eine Pro-Life-Kundgebung mit rund zwanzig Teilnehmern verschiedener Bewegungen, der CPÖ (Christliche Partei Österreichs), Christen-Allianz, HLI (Human-Life-International) und Jugend für das Leben statt.

Die Kundgebung wurde vom Lebensschützer Dr. Josef Preßlmayer initiiert, der seit etwa drei Monaten vor der ÖVP- Zentrale ein Gebetsfasten durchführt, inzwischen 20 kg abgenommen hat und derzeit bei 51 kg hält. Preßlmayer begründete seinen Hungerstreik damit, dass die ÖVP seit Jahrzehnten im Gleichschritt mit der SPÖ die "Fristenlösung" unverändert weiterführt, andererseits bezeichnet sich Vizekanzler Dr. Michael Spindelegger aber als jemand, der "christliche Werte" hochhält, den "Glauben lebt" um damit im vergangenen Wahlkampf offenkundig katholisch-konservative Wähler zu ködern. Gesetzen wie der "Fristenlösung" müsse sich der Katholik aber "widersetzen" fordert Papst Johannes Paul II. in "Evangelium vitae". Wer für die "Fristen-Endlösung" eintritt, kann daher niemals ein Gläubiger sein! Preßlmayer rief auch dazu auf, dass die durch den Obmann-Wechsel und Umbenennung erfolgte Abspaltung der Christen-Allianz von der CPÖ durch Versöhnung und gegenseitige Verzeihung überwunden wird.

Tatsächlich verweigert Spindelegger aber das Gespräch über eine verbesserte Beratung vor der Abtreibung und reagiert auf Briefe nicht. Auch Gespräche mit Generalsekretär Hannes Rauch, EU-Abgeordneten Heinz Becker und E-mail-Schreiben an Gudrun Kugler, die im Vertrauen auf ihre Pro-Life-Verdienste von vielen Lebensschützern Vorzugsstimmen erhielt, waren bis jetzt ohne Ergebnis und drangen offenbar nicht bis Parteiobmann Spindelegger vor, der jetzt, im Zuge der Koalitionsverhandlungen, die einmalige Chance hätte, eine qualifizierte Pflichtberatung, wie sie bereits in öffentlichen Wiener und Niederösterreichischen Spitälern vor Abtreibungen durchgeführt werden muss, gesetzlich zu verankern. Dr. Robert Grießner, medizinischer Geschäftsführer der Landeskliniken-Holding teilt dazu unserer "Initiative zur Bewahrung des katholischen Glaubens" mit: "Jede Frau, die einen Abbruch möchte, muss sich davor einer Beratung bei eigens dafür ausgewiesenen Beratungsstellen unterziehen, um mögliche Alternativen aufgezeigt zu bekommen".

Es ist völlig unverständlich, dass diese Regelung, die im schwarzen Niederösterreich und im roten Wien gilt, nicht für ganz Österreich eingeführt wird und Frauen noch immer vom Abtreiber selbst, wie etwa von der Jahrzehnte "beratenden" nun endlich gesperrten Dr. Mihaela Radauer oder von Dr. Christian Fiala, der das Früh- und Fehlgeburts-Risiko nach Abtreibung sowie den Herzschlag bei einem ungeborenen Kind mit 6 Wochen leugnet, beraten werden kann!

In einer kurzen Ansprache wies Dr. Rudolf Gehring, Bundesobmann der CPÖ, auf den Verfall der ÖVP als christliche Partei hin, deren EU-Abgeordnete sogar teilweise für die Estrela-Entschließung im EU-Parlament für das "Recht auf Abtreibung" gestimmt haben und forderte die Abschaffung der "Fristenlösung". Maria Fellner, CPÖ Steiermark, Krankenschwester, gab einen erschütternden Bericht über die Leiden der Frauen nach der Abtreibung, welche vom Abtreiber oft falsch über den Entwicklungsstand ihres Kindes informiert werden, etwa wenn das Kind mit 8 Wochen als "Schwangerschaftsgewebe" bezeichnet wird, das noch keinen Herzschlag habe und dann, wenn die Frau nachträglich die Wahrheit erfährt, selbst am Sterbebett noch tief unter der Tötungs-Schuld an ihrem Kind leidet. Dipl. Kaufmann Erich Pekarek von der Christen-Allianz, der wesentlich zum Zustandekommen der Kundgebung durch seine Rundschreiben beitrug, beklagte das Schweigen der Kirche von Kardinal König bis Kardinal Schönborn zur Tötungskultur und regte an, dass der Tag der unschuldigen Kinder von der Kirche mehr als Gedenk- und Besinnungs-Tag der abgetriebenen Kinder hervorgehoben wird. Abschließend wurden die beiden letzten Gesätzchen des schmerzhaften Rosenkranzes gebetet.

apa.at

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