zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 29. November 2013

Stöger zum Welt-Aids-Tag: Mit Aufklärung und Prävention Neuinfektionen verhindern

"Die Immunschwäche-Krankheit Aids ist eine Herausforderung, die alle Bereiche der Medizin angeht. Es ist dem medizinischen Fortschritt zu verdanken, dass sich Aids von einer tödlichen zu einer chronischen Erkrankung entwickelt hat", so Gesundheitsminister Alois Stöger anlässlich des Welt-Aids-Tages am 1. Dezember. Für Minister Stöger ist das dennoch kein Grund die Anstrengungen gegen die Verbreitung der Infektion zu verringern: "Die Gefahr einer Ansteckung ist evident. Man darf Aids keinesfalls unterschätzen, im Gegenteil, wir müssen die Entwicklung der Neuinfektionen mit dem HI-Virus sehr genau verfolgen. Denn eine möglichst frühzeitige Diagnose und eine rasche medizinische Behandlung sind entscheidend für alle Patientinnen und Patienten."

Der Gesundheitsminister appelliert daher, sich bei Verdacht auf HIV-Ansteckung sofort testen zu lassen und im Falle eines positiven Ergebnisses unverzüglich in ärztliche Behandlung zu begeben. Eine rechtzeitige Therapie kann den Krankheitsverlauf wesentlich zum Positiven verändern und den Ausbruch der Krankheit sogar verhindern. In diesem Zusammenhang hebt Minister Stöger besonders die wertvolle Arbeit der österreichischen Aids-Hilfen hervor. Diese halten zum Beispiel flächendeckend Workshops in Schulen ab, um Jugendliche über die Gefahren aufzuklären, aber auch, um die Berührungsängste gegenüber Menschen mit HIV/Aids abzubauen. Um diese unverzichtbaren Leistungen zu unterstützen, fördert das Bundesministerium für Gesundheit die Aids-Hilfen mit etwa drei Millionen Euro pro Jahr.

In Österreich erfolgt die medizinische Behandlung auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft und wird von der solidarischen Krankenversicherung getragen. Die Übertragungen von Mutter zu Kind gehören dank hervorragender medizinischer Schwangerenbetreuung, bis auf Einzelfälle, der Vergangenheit an. Daneben wurde durch Programme für Suchtkranke die Zahl der Neuinfektionen durch unsaubere Nadeln im Drogenbereich stark gesenkt. "Unsere medizinische Versorgung ist auf Top-Niveau", weiß Gesundheitsminister Alois Stöger. Dennoch gibt er zu Bedenken: "In der Gesundheitspolitik ist es auch wichtig, über den Tellerrand zu blicken und internationale Entwicklungen genau zu verfolgen. In Hinblick auf die aktuelle krisenhafte Situation rund um HIV/Aids in Osteuropa und Zentralasien ist Österreich zu besonderer Aufmerksamkeit verpflichtet."

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben