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APA-Artikel 26. November 2013

Gastro-Raucherregelung - Wirtschaftskammer unterstützt Klage von Wirt

Die immer wieder neuen Raucherregelungen in der Gastronomie erhitzen die Gemüter. Ein Wirt hat nun Amtshaftungsklage gegen die Republik eingereicht - er will seine Investitionskosten für den eigens geschaffenen Nichtraucherbereich in seinem Lokal zurück, der nun nicht mehr den Vorschriften entsprechen soll. Die Wirtschaftskammer Österreich unterstützt die Klage.

"Wir fordern, dass das Bundesministerium sein Gesetz reparieren soll", sagte der Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner, am Dienstag im Klub der Wirtschaftspublizisten in Wien. Immerhin hätten die Gastronomen hierzulande in Summe um 96 Mio. Euro umgebaut, um den Vorschriften genüge zu tun. Plötzlich sei es für Lokalbesucher nicht mehr zumutbar, durch einen verrauchten Teil des Lokals auf die Toilette bzw. in den Nichtraucher-Bereich zu gelangen. Ursprünglich hatte das Gesundheitsministerium dies aber erlaubt.

Die Kammer sorgt sich auch um die Überlebensfähigkeit der kleineren Wirte. Ein generelles Rauchverbot träfe die klassischen Wirte wie es es in England oder Irland die klassischen Pubs getroffen habe. "Da geht es um Tausende Arbeitsplätze", befürchtet Schenner eine Schließungswelle.

In der heimischen Hotellerie und Gastronomie gebe es nur noch 18 Prozent reine Raucherlokale - meist handle es sich dabei um kleine Beisln, die unter 50 Quadratmeter groß sind, sagte der Geschäftsführer der Bundessparte Tourismus, Rainer Ribing. Knapp ein Drittel sind Erhebungen der Wirtschaftskammer zufolge reine Nichtraucherlokale, der Rest - also rund die Hälfte - ist gemischt.

Die gesamte Raucher-Diskussion muss laut Schenner auf eine ganz andere Ebene gebracht werden: "Warum erlauben die Politiker das Rauchen im öffentlichen Raum nicht erst ab 18 Jahren?", schlug der Branchensprecher vor. "Dort müssen die Politiker einmal mutig sein - aber schauen wir mal, wie mutig sie bei den Koalitionsverhandlungen sind."

Ein weiterer Ansatz wäre es, Zigaretten und Rauchwaren ausschließlich in Trafiken zu verkaufen - und nicht rund um die Uhr und über das Wochenende. "53 Prozent der Trafikanten sind Behinderte - dann würde man ihnen auch nicht das Geschäft wegnehmen", so Schenner weiter.

apa.at

  • Herr Richard Hagenauer, 26.11.2013 um 19:16:

    „Entschuldigung, aber es ist zum Kotzen! Da werden mittels der hochgiftigen Nikotindroge massenweise Menschen, darunter unzählige Kinder krank und süchtig gemacht und getötet und da streitet man sich herum wegen Umsätze, Umbauten und dergleichen!
    Dabei ist doch eines ganz klar. Hochgiftige Ware darf nicht hergestellt und nicht konsumiert werden. Das ist im Grundgesetz verankert! Würde das Gesetz eingehalten, hätte niemand Nachteile, weil alle gleich behandelt würden. Jeder Streit wäre vom Tisch!
    An die Regierung geht deshalb der Aufruf:
    Tabak muss weg. Er muss geächtet werden, wie alle andere Drogen auch! Niemand mehr darf damit krank gemacht und getötet werden!
    Dies gebietet nicht nur das Gesetz, die Moral und die Ethik, sondern auch die Verantwortung und der respektvolle Umgang Anderen gegenüber!!! Die brutale Menschenverachtung und -vernichtung muss sofort ein Ende haben!!! Woher nehmen Volksvertreter sich das Recht, Menschenleben den Interessen der Tabaknikotinindustrie
    unterzuordnen???“

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