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APA-Artikel 25. November 2013

Grossmann: Aktuelle Studie unterstreicht Dringlichkeit des Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt

SPÖ-Abgeordnete und Landesfrauenvorsitzende der Steiermark, Elisabeth Grossmann, macht im Rahmen der 16 Tage gegen Gewalt darauf aufmerksam, wie dringlich ein Nationaler Aktionsplan gegen Gewalt ist. "Eine aktuelle Studie unterstreicht auch, wie wichtig forensische Ambulanzen und 'fliegende' Teams sind, die Gewaltopfer untersuchen, die Absicherung und der Ausbau der Gewaltschutzzentren und Gewalt- und Suchpräventionsprogramme seien. Denn ein Großteil der Gewaltakte geschieht unter Alkoholeinfluss", sagte Grossmann am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Das Studienautorenteam rund um Univ.-Prof. Dr. Herwig Peter Hofer von der Medizinischen Universität Graz hat erhoben, dass Opfer von häuslicher Gewalt zu 75 Prozent Frauen sind, wobei zu zwei Drittel der Lebenspartner der Täter ist. Männer als Gewaltopfer ziehen sich zu neunzig Prozent ihre Verletzungen im Zuge von Raufereien zu. Die häufigsten Verletzungen sind Kopfverletzungen - bei Frauen zu fünfzig Prozent, 35 Prozent leiden an Verletzungen der Extremitäten. Diese Feststellungen unterstreichen die Dringlichkeit oben genannter Forderungen.

Für die steirische Nationalratsabgeordnete ist vor allem auch Täterarbeit von Bedeutung, so Grossmann, die diesbezügliche Aktivitäten lobt und darüber hinaus empfiehlt, Infomaterialien nicht nur in Deutsch, sondern auch in andere in Österreich häufig gesprochene Sprachen zu übersetzen, um möglichst alle potentiellen Opfer und Täter zu erreichen.

Nach wie vor ist jede fünfte Frau Opfer von Gewalt, in erster Linie in ihrem nahen Umfeld. "Mit 'Ich bin sicher!' wird im Laufe der '16 Tage gegen Gewalt' in erster Linie versucht, das Bewusstsein für diese Thematik verstärkt zu schärfen. Vor allem aber geht es auch darum, Wege aus der Gewaltspirale anzubieten", betont Grossman, dass Gewalt kein Tabuthema sein darf und fordert die dringende Umsetzung des Nationalen Aktionsplans gegen Gewalt.

apa.at

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