zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 25. November 2013

Neuenburg für Aufgabenteilung zwischen Spitälern

Im Kanton Neuenburg werden die Aufgaben zwischen den Spitälern aufgeteilt und gewisse Abteilungen geschlossen. Das Stimmvolk sagte am Sonntag klar Ja zur Spitalplanung der Regierung. Die Stimmbeteiligung betrug rund 50 Prozent.

Die neue Spitalplanung wurde mit 39'408 Ja gegen 22'909 Nein angenommen. Der Ja-Stimmenanteil betrug 63,24 Prozent.

Gemäss dem Plan der Regierung erhält das Spital in La Chaux-de-Fonds künftig die stationäre Chirurgie. Im Gegenzug verliert es die Geburtenabteilung und die Kinderstation. Diese sollen in einem Zentrum in der Kantonshauptstadt Neuenburg zusammengeführt werden.

Der Spitalstandort Neuenburg bietet künftig die ambulante Chirurgie, die Orthopädie sowie die übrigen Behandlungen des Bewegungsapparates an. Beide Spitäler behalten ihre Intensiv- und Notfallstationen.

Gegen die Spitalplanung opponiert hatten neben Ärztekreisen vor allem die FDP und die Grünliberalen. Die Gegner stammten überwiegend aus dem unteren Kantonsteil. Sie wehrten sich mit dem Referendum "Retten wir das Neuenburger Spital" dagegen, dass über 100 Millionen Franken investiert werden sollen, bevor die Frage entschieden ist, ob ein einziger Standort nicht besser wäre. Die Mehrheit des Parlaments hatte die noch von der früheren SP-Staatsrätin Gisèle Ory entworfene Spitalplanung zur Annahme empfohlen.

Chancenlos war bei den Neuenburger Stimmberechtigten hingegen die Volksinitiative, welche eine medizinische Versorgung in der Nähe verlangte. Das Volksbegehren wurde mit 37'096 Nein gegen 26'909 Ja verworfen. Der Nein-Stimmenanteil betrug 57,96 Prozent.

Die Initiative hatte je eine Geburtenabteilung, Notfallstation und einen Operationsblock für die Spitäler Neuenburg, La Chaux-de-Fonds und Val-de-Travers gefordert. Sie wurde von allen im Parlament vertretenen Parteien abgelehnt, ausser von der Arbeiterpartei und dem Linksaussen-Bündnis "SolidaritéS".

Deutlich Ja sagten die Neuenburgerinnen und Neuenburger schliesslich zur Auslagerung der Notrufzentrale 144 an den Kanton Waadt. Die Vorlage wurde mit 36'537 Ja gegen 27'644 Nein angenommen, was einem Ja-Stimmenanteil von 56,93 Prozent entspricht.

Gegen die Auslagerung der Notrufzentrale hatten sich die Feuerwehr- und Rettungsdienste sowie die drei Städte Neuenburg, La Chaux-de-Fonds und Le Locle ausgesprochen. Unterstützt wurde das Referendum zudem von der Arbeiterpartei und der CVP.

Die Kantonsregierung und die Mehrheit der Parteien hatten die Auslagerung empfohlen. Sie argumentierten, dass die aktuelle Organisation mit mehreren Stellen auf Kantons- und Gemeindeebene zu kompliziert und zu teuer sei.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben