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APA-Artikel 22. November 2013

Kinderliga präsentiert politischen Maßnahmenkatalog zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit in Österreich

Die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit (Kinderliga) hat den regierungsverhandelnden Parteien als Unterstützung zur Verbesserung der Lage der Kinder- und Jugendgesundheit in Österreich einen umfassenden Maßnahmenkatalog vorgelegt. Dringend empfohlen wird unter anderem eine Kommission, die sich im Parlament konkret und engagiert für die Anliegen der Kinder in Österreich einsetzt.

Anlässlich des Weltkinderrechtstags am 20. November wies die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit auf den akuten Mangel an kostenfreien Therapieplätzen für Kinder und Jugendliche hin und präsentierte den von ihr initiierten Kinderhilfsfonds. Mit Direkthilfe unterstützt der Kinderhilfsfonds Familien, die durch Krankheit oder Behinderung ihrer Kinder in Not geraten sind.

Die Liga für Kinder- und Jugendgesundheit ist jedoch nicht nur eine wichtige und kritische Stimme in der Öffentlichkeit, sondern bündelt mit ihrer großen Plattform auch die Meinungen und Standpunkte vieler befasster Fachgesellschaften und Berufsgruppen. Aus dieser großen Ressource hat sie einen umfassenden Maßnahmenkatalog mit konkreten Umsetzungsempfehlungen zur Verbesserung der Kinder- und Jugendgesundheit in Österreich ausgearbeitet und den regierungsverhandelnden Parteien als Grundlange für ein Kapitel "Kinder- und Jugendgesundheit" im neuen Regierungsprogramm übermittelt. "Wir dürfen uns gesellschaftlich mit der derzeitigen Situation von bedenklich schlechten Gesundheitsdaten unserer Kinder und dem Fehlen wichtiger Maßnahmen, wie etwa Frühen Hilfen, nicht einfach abfinden. Wir müssen gewährleisten, dass Kinder und Jugendliche - insbesondere jene aus sozial schwächeren Familien - nicht auf der Strecke bleiben", so Klaus Vavrik, Präsident der Kinderliga. "Einerseits haben wir daher an einer Maßnahme zur Soforthilfe für die Betroffenen gearbeitet, das ist der Kinderhilfsfonds, andererseits braucht es aber auch langfristige und öffentlich finanzierte Lösungen, dazu haben wir nun ein Grundsatzpapier auf politischer Ebene vorgestellt."

Veränderte Gesundheitsrisiken und Krankheitsbilder - wie Lebensstilerkrankungen, chronische Entwicklungsstörungen und psychosoziale Intergrations- und Regulationsstörungen - erfordern zeitgemäße Strukturen und Angebote im Gesundheitssystem, so Vavrik.

Eckpunkte des Maßnahmenkatalogs sind:

Um diesen und anderen wichtigen Anliegen von und für Kinder und Jugendliche stärkeres politisches Gewicht zu verleihen empfehlen wir dringend die Einrichtung einer Parlamentarischen Kinderkommission, welche durch Abgeordnete aller Fraktionen sowie durch ExpertInnen besetzt ist und auch Kindern und Jugendlichen selbst eine aktive Partizipation und Beachtung deren Meinung ermöglicht.

Zusätzlich sollte in der neuen Ressortaufteilung der Begriff "Kind" präsent und zugeordnet sein, weil über Ministerien auch gesellschaftliche Verantwortungsbereiche definiert werden.

In Anbetracht der aktuellen Budgetdiskussion darf keinesfalls bei den Ausgaben für Kinder- und Jugendliche gespart werden. Jeder in der (frühen) Kindheit investierte Euro spart später enorm Gesundheitskosten im Erwachsenenalter, sowie Ausbildungs- und Unterstützungskosten in der Phase der Erwerbstätigkeit. Investitionen in die Kinder und Jugendlichen eines Landes sind ein volkswirtschaftlicher Erfolgskurs.

Lang- und Kurversion des Maßnahmenkatalogs auf: www.kinderjugendgesundheit.at

apa.at

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