zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 22. November 2013

Ärztekammer fordert mehr Prävention bei Kindern und Jugendlichen

Die Zahlen des soeben veröffentlichten OECD-Berichts "Health at a Glance 2013" sind, insbesondere was die Gesundheit der jungen Menschen in Österreich betrifft, laut Ärztekammerpräsident Thomas Szekeres "besorgniserregend". Prävention und Gesundheitserziehung müssten bereits im Kindergarten anfangen und in der Schule noch stärker gefördert werden, fordert Szekeres.

"Übergewicht, Rauchen und Alkoholkonsum münden frühzeitig in Krankheiten, deshalb müssen junge Menschen rechtzeitig über die Gefahren durch Nikotin, Alkohol und Bewegungsarmut aufgeklärt werden." Hier sei ein nationaler Schulterschluss vonnöten: "Schulbehörden, Bund, Länder, aber auch Gesundheitsexperten und die Medien müssen gemeinsam agieren, um den Erwachsenen von morgen die Möglichkeit zu geben, ein möglichst gesundes Leben zu führen."

Österreichs Jugendliche zählen zu den am meisten gesundheitsgefährdeten innerhalb der OECD-Länder und befinden sich im Spitzenfeld, was Alkoholkonsum, Rauchen und ungesunde Ernährung betrifft. Szekeres: "Hier muss man ansetzen. Der Stellenwert von Prävention muss endlich steigen." Es könne nicht sein, dass die Zahlen des OECD-Berichts, die fast jährlich noch besorgniserregender würden, die Politik noch immer nicht zum Handeln brächten.

Darüber hinaus fordert die Ärztekammer angesichts der alarmierenden Zahlen auch für Österreich ein generelles Rauchverbot in Lokalen. "Die politischen Parteien sollten etwas mehr Mut haben. Die Gesundheit der Bevölkerung muss schließlich wichtiger sein, als die Interessen einiger Wirte", so Szekeres.

 

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben