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APA-Artikel 21. November 2013

D: Krankenhaus-Kosten weiter gestiegen

4060 Euro kostet es im Durchschnitt, wenn ein Patient stationär im Krankenhaus behandelt wird. Die Fallkosten steigen von Jahr zu Jahr. Vor allem die Personalkosten treiben die Summe in die Höhe.

Die Kosten für Krankenhaus-Behandlungen steigen weiter. 2012 war ein Durchschnittsfall um 2,5 Prozent teurer als 2011, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Deutschlands Krankenhäuser behandelten 2012 insgesamt 18,6 Millionen vollstationäre Patienten. Die Gesamtkosten aller Krankenhäuser betrug 86,8 Milliarden Euro. Damit kostete jeder Einzelfall 4060 Euro. Ein Jahr davor waren es 3960 Euro gewesen.

Die Personalkosten stiegen mit 4,8 Prozent stärker als die Sachkosten mit 2,9 Prozent und andere Ausgaben-Posten, etwa für Ausbildungsstätten. In den Gesamtkosten sind auch Ausgaben für nichtstationäre Leistungen enthalten, etwa die Kosten für Ambulanzen oder Forschung und Lehre. Die Kosten der rein stationären Krankenhausversorgung lagen laut Statistik bei rund 75,6 Milliarden Euro. 2011 waren es 72,6 Milliarden Euro gewesen.

Die durchschnittlichen Fallkosten sind von Bundesland zu Bundesland verschieden: In Brandenburg waren sie 2012 mit 3617 Euro am niedrigsten, in Hamburg mit 4718 Euro am höchsten. Die größte Steigerung gab es in Mecklenburg-Vorpommern, den geringsten Anstieg hatte Sachsen-Anhalt. "Diese regionalen Unterschiede sind strukturell bedingt: Sie werden vom Versorgungsangebot sowie von der Art und Schwere der behandelten Erkrankungen beeinflusst", erklärte Destatis-Mitarbeiterin Ute Bölt.

Mehr als jedes zweite deutsche Krankenhaus hat im vergangenen Jahr rote Zahlen geschrieben. Der Anteil der Häuser mit Verlusten sei von 31 Prozent im Vorjahr auf knapp 51 Prozent 2012 gestiegen, hieß es am Mittwoch im Krankenhaus Barometer des Deutschen Krankenhausinstituts.

apa.at

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