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APA-Artikel 20. November 2013

Linzer Krankenhaus kann gefälschte Arzneimittel rascher aussieben

Das Linzer Krankenhaus der Elisebethinen kann gefälschte Arzneimittel rascher aussieben als früher: Mit dem nach Angaben der Betreiber einzigen "Multi Purpose Analyser " (MPA) Österreichs werden Rohstoffe mittels Infrarot durchleuchtet und analysiert. Bisher dauerte die Prüfung bis zu 20 Minuten, jetzt nur mehr rund zwei, erklärte Apothekenleiter Wolfgang Ibrom am Mittwoch in einem Pressegespräch.

Bisher war die Identifizierung von Rohstoffen sehr aufwendig, die neue Methode sorge auch für mehr Mitarbeitersicherheit, da das Personal nicht mehr in direkten Kontakt mit den Substanzen komme, so der Ärztliche Direktor Stefan Meusburger. Das Krankenhaus der Elisabethinen sei zwar noch nie mit Fälschungen konfrontiert gewesen, wie sie im Internet immer wieder auftauchen. Man habe aber einen jährlichen Medikamentenverbrauch von etwa elf Millionen Euro und stelle pro Jahr circa 150 verschiedene Arzneimittel her.

Das neue computergesteuerte Verfahren, das mit einer Datenbank arbeitet, sei nicht nur schneller, man brauche auch keinen speziellen Schulungsaufwand für das Personal, erklärte Ibrom. Der zu untersuchende Stoff muss nicht mehr ausgepackt werden und wird mit einer Art Pistole durchleuchtet. Anhand der resorbierten Strahlenmenge kann die Substanz identifiziert werden. In Deutschland und der Schweiz arbeiten nicht nur Apotheken oder Gesundheitseinrichtungen mit dem Gerät, sondern auch die Zollbehörden.

apa.at

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