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APA-Artikel 14. November 2013

FSG NÖ: Markus Wieser einstimmig zum neuen AKNÖ Präsidenten gewählt.

Der wichtigste Tagesordnungspunkt der heutigen Vollversammlung fand schon ganz am Anfang statt, die Neuwahl des neuen AKNÖ Präsidenten. Bei dieser wurde Markus Wieser einstimmig zum neuen AKNÖ Präsidenten gewählt, damit wurde einmal mehr bewiesen, dass die AKNÖ ihr Selbstverständnis als selbstverwaltete Interessensvertretung von knapp 500.000 ArbeitnehmerInnen in Niederösterreich ernst nimmt.

Bundesminister Rudolf Hundstorfer nahm die Angelobung von Markus Wieser zum neuen AKNÖ Präsidenten vor und hielt im Anschluss eine Rede vor der Vollversammlung. In dieser hob er die Leistungen von Altpräsidenten Hermann Haneder beim Konkurs der Alpine hervor und dankte ihm für die gute Zusammenarbeit. Einmal mehr warnte Hundstorfer davor im Zuge der Regierungs- und Budgetverhandlungen in Panik zu verfallen und den beschlossenen Pensionsreformen ihre Zeit zu geben, die sie brauchen, um eine Wirkung zu entfalten. Am Ende seiner Ausführungen hob Hundstorfer die Beharrlichkeit von AKNÖ Präsident Markus Wieser hervor und wünschte ihm viel Erfolg für die kommenden Aufgaben.

Die ersten Worte, die der neu gewählte AKNÖ Präsident Markus Wieser, an die Kammervollversammlung richtete, galten dem scheidenden AKNÖ Präsidenten Hermann Haneder. Der kurze Überblick über die vielen Stationen von Hermann Haneder als Betriebsrat, Gewerkschafter der Gewerkschaft Bau Holz und als AKNÖ Präsident zeigte einmal mehr auf, wie aufrichtig er seine Aufgaben annahm und ausübte. "Du hast als Zimmermann einiges in der AKNÖ aufgebaut und warst auch immer ein ehrlicher Lobbyist des Waldviertels, mit deinem Namen wird auf ewig der Neubau der AKNÖ in St. Pölten verbunden sein.", hob Wieser hervor. AKNÖ Altpräsident Hermann Haneder bedankte sich für das viele Lob und zählte die vielen Projekte auf, die ihm persönlich als AKNÖ-Präsidenten wichtig waren. Mit einem geflügelten Wort schloss Haneder seine Dankesrede, "Es war sehr schön, es hat mich sehr gefreut."

 Markus Wieser "Ich setze mich für die Ressource Mensch ein"

In seiner Antrittsrede betonte Markus Wieser einmal mehr sein politisches Verständnis von Interessensvertretung von ArbeitnehmerInnen. Das begann damit, dass er seine Wurzeln im Ybbstal Revue passieren ließ und den Zusammenhang zwischen Wirtschaft, Arbeit und den Menschen herstellte. "Wir reden sehr viel über die unterschiedlichsten Ressourcen, die es gilt nachhaltig zu bewirtschaften, aber wir reden kaum mehr darüber, dass wir die wichtigste aller Ressourcen den Menschen in unserem Gesamtgefüge eine neue Rolle geben müssen.", betonte Wieser. Nur die Gewerkschaften und Arbeiterkammern schützen die Interessen der ArbeitnehmerInnen. "Geht es den Menschen gut, geht es der Wirtschaft gut!" Für Markus Wieser haben die Menschen einen Anspruch auf Bildung und Ausbildung, auf gerechte Löhne, den höchsten Anspruch auf Gesundheit in der Arbeit . Einen Schwerpunkt in seinen Ausführungen nahm das Thema Lehrlinge ein. Junge Menschen haben das Anrecht auf eine Ausbildungsstelle, darum gehen wir als AKNÖ schon lange neue Wege und informieren frühzeitig über die vielen Berufsgruppen. Gleichzeitig müssen jene Betriebe in die Pflicht genommen werden, die selbst keine Lehrlinge mehr ausbilden und jene unterstützt werden, die sich der Verantwortung stellen und Lehrlinge ausbilden. Mit der Ausbildung ist es jedoch nicht getan, man muss auch von seiner Hände Arbeit leben können, darum muss es einen kollektivvertraglich vereinbarten Mindestlohn von Euro 1.500,- geben. Für die älteren ArbeitnehmerInnen braucht es Stabilität und Sicherheit und vor allem einen Arbeitsmarkt, der sie weiter beschäftigt und sie nicht ausgebrannt in die Unsicherheit entlässt. Ihre zukünftigen Pensionen müssen gesichert werden und es wäre nur fair für die Finanzierung unseres Pensionssystems auch höchste Vermögen heranzuziehen, um die vorherrschende Schieflage zu überwinden.

Einen abschließenden Appell an die Kammerräte der Vollversammlung richtete Markus Wieser, für den die Arbeit für die Interessen der ArbeitnehmerInnen kein Parteibuch kennt. "Die Gemeinsamkeiten in der AKNÖ müssen unser Erscheinungsbild prägen, das erwarten die Menschen von uns und diese haben mit ihrer Erwartungshaltung auch vollkommen Recht."

"Menschen sind keine Maschinen, wir lassen uns nicht wegwerfen. In mir haben die ArbeitnehmerInnen in Niederösterreich einen Garanten für ihre Interessen.", betonte Wieser zum Abschluss.

Horst Pammer zum neuen Vizepräsidenten der AKNÖ gewählt.

Der Vorsitzende der Vida in Niederösterreich Horst Pammer wurde einstimmig zum neuen Vizepräsidenten der AKNÖ gewählt. Er folgt in dieser Funktion Markus Wieser nach.

apa.at

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