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APA-Artikel 14. November 2013

D: Kliniken fordern Reform der Krankenhausfinanzierung

Viele Kliniken klagen über rote Zahlen. Sie wollen deshalb mehr Geld von den Kassen. Die sehen dafür keinen Grund. Die Krankenhäuser sollten auf medizinisch nicht notwendige Operationen verzichten, um zu sparen.

Die deutschen Kliniken fordern von der neuen Bundesregierung eine grundlegende Reform der Krankenhausfinanzierung. "50 Prozent der Kliniken schreiben rote Zahlen", sagte der Verwaltungsratschef der Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag, Josef Düllings, am Donnerstag in Düsseldorf.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung habe in der vergangenen Legislaturperiode "im Krankenhausbereich einen Scherbenhaufen hinterlassen und auf der Kassenseite ein unanständiges Vermögen aufgebaut". Künftig müssten die Kassen zu einem "signifikanten Beitrag" verpflichtet werden, und zwar zu einem fünfprozentigen Aufschlag auf die Fallpauschalen, sagte Düllings.

Die Systematik der Fallpauschalen, mit denen die Leistungen der Krankenhäuser je nach Krankheit und Behandlungsart abgerechnet werden, müsse revidiert werden. Der Bund solle zudem Geld für die Strukturfinanzierung der Kliniken geben und ein Zehnjahresprogramm zur Modernisierung der Krankenhäuser auflegen.

Die Kassen wiesen die Forderungen umgehend zurück. "Jahr für Jahr steigen die Einnahmen der Krankenhäuser von einem Rekordwert zum nächsten, gleichzeitig entwickeln sich medizinisch nicht notwendige Operationen zu einem Problem für die Patienten", sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbands, Florian Lanz. "Da müssen die Kliniken ran und nicht schon wieder an die Portemonnaies der Beitragszahler."

Kommende Woche startet die weltgrößte Medizinfachmesse Medica in Düsseldorf. Parallel dazu findet der 36. Deutschen Krankenhaustag statt.

apa.at

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