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APA-Artikel 13. November 2013

NÖGKK: Unlimitierter Zugang zur Psychotherapie für Kinder und Jugendliche

Es passiert immer häufiger: Steigende Anforderungen, Stress, Leistungsdruck oder Schicksalsschläge machen die Seele krank. Tatsächlich sind psychische Erkrankungen im Vormarsch, immer häufiger trifft es auch Kinder und Jugendliche. In vielen dieser Fälle ist eine Psychotherapie hilfreich. Daher bietet die NÖ Gebietskrankenkasse seit 10 Jahren Psychotherapie auf Kassekosten über "Vertragsvereine" an. "In den letzten Jahren haben wir gezielt die Zusammenarbeit mit Organisationen ausgebaut, die auf Kinder und Jugendliche spezialisiert sind", so Obmann Gerhard Hutter. Einziger Wermutstropfen: Auf Grund vertraglich vereinbarter Stundenkontingente mussten junge Patientinnen und Patienten mitunter auf die kostenlose Therapie einige Wochen warten. "Mit Beschluss in der heutigen Vorstandssitzung haben wir diese Deckelung ab 1.1.2014 aufgehoben", verkündet Hutter. "Für Kinder mit psychischen Problemen darf es keine Hürden beim Zugang zur Psychotherapie geben." Weiteres Plus: Dadurch werden die Stundenkontingente für Erwachsene deutlich ausgeweitet.

Zielgerichtete Versorgung, verringerte Wartezeiten Vom Start weg stellten zwei Psychotherapievereine - der Verein für Ambulante Psychotherapie (VAP) und die NÖ Gesellschaft für Psychotherapeutische Versorgung (NGPV) - die kostenlose Psychotherapie auf Kassekosten sicher. Kinder und Jugendliche wurden bei der Vergabe von Stunden bevorzugt behandelt. In den folgenden Jahren kamen Verträge mit Vereinen dazu, die auf Kinder und Jugendliche spezialisiert sind, wie die möwe, Kidsnest, Caritas und NÖ Hilfswerk. Bereits im Vorjahr wurde zudem für alle Patientinnen und Patienten eine "Clearingstelle für Psychotherapie" zur zielsicheren und raschen Vergabe von Therapieplätzen eingerichtet.

Aber sowohl die spezialisierte Psychotherapie wie auch die Angebote der beiden "großen" Vertragspartner sind von hilfesuchenden Kindern und deren Eltern sehr gut angenommen worden. Mit dem Ergebnis, dass die vereinbarten und auch laufend erhöhten Stundenkontingente gut gebucht waren und viele junge Klienten einige Wochen warten mussten, bis sie einen passenden Therapieplatz bekamen. Aber "Wer rasch hilft, hilft doppelt", war für Obmann Hutter das Motto, diesen unbefriedigenden Zustand mit dem aktuellen Vorstandsbeschluss zu beheben. "Wenn die kindliche Seele leidet, muss es jede Hilfe geben, die nötig ist", stellt Hutter klar. Für die NÖ Gebietskrankenkasse steht das Thema der (physischen und psychischen) Kinder- und Jugendgesundheit ganz oben auf der Prioritätenliste. Die Kasse war auch die erste in Österreich, die einen Vertrag mit Fachärztinnen und Fachärzten für Kinder- und Jugendpsychiatrie abgeschlossen hat. Mit der Aufhebung jeglicher Limitierung bei der Kinderpsychotherapie ist ein weiterer Schritt zur umfassenden psychischen Gesundheitsversorgung für junge Patientinnen und Patienten geschehen.

apa.at

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