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APA-Artikel 12. November 2013

Pneumonie im Spital - Zehn Prozent der Betroffenen sterben

Bakterielle Pneumonien - häufig Lungenentzündungen, die durch Pneumokokken hervorgerufen werden - sind weltweit ein riesiges Problem. Darauf soll heute, Dienstag (12. November), mit dem "Welttag zur Bekämpfung der Lungenentzündung" (World Pneumonia Day, WPD) hingewiesen werden. Auch in Österreich sterben laut einer Untersuchung noch immer rund zehn Prozent der hospitalisierten Pneumoniepatienten.

"Pneumonie, eine Infektion der Lungen (zumeist durch Bakterien hervorgerufen, seltener durch Viren), ist weltweit die Haupttodesursache bei Kindern. Die Erkrankung ist allerdings nicht auf Säuglinge und Kinder beschränkt. Pneumonie betrifft auch viele Erwachsene, insbesondere Menschen über 50 Jahre und solche, die unter anderem chronischen Erkrankungen wie z.B. Herz- oder Lungenerkrankungen (inkl. Asthma und COPD), Diabetes oder anderen Stoffwechselerkrankungen leiden", hieß es in einer Aussendung des US-Pharmakonzerns Pfizer.

Da kaum aktuelle Daten zur Epidemiologie der Pneumonie in Österreich verfügbar sind, wurde im Jahr 2011 eine Studie an neun Krankenhaus-Abteilungen für Innere Medizin in Österreich durchgeführt. Ziel sei es gewesen, alle Patienten, die im Jahr 2011 mit einer Lungenentzündung stationär betreut wurden, zu erfassen und hinsichtlich Erregerverteilung, Risikofaktoren und Sterberate auszuwerten.

Die Aussendung: "Insgesamt konnten Daten von 1.956 hospitalisierten Pneumoniepatienten erfasst werden. Die durchschnittliche Sterberate im Spital lag bei 10,4 Prozent und war bei Patienten mit mehr als 65 Jahren deutlich höher (12,7 Prozent) als bei Patienten unter 65 Jahren (fünf Prozent). Pneumokokken konnten bei rund 30 Prozent der Patienten nachgewiesen werden und waren die am häufigsten vorkommenden Erreger."

Die Autoren der Studie stellten zusätzlich fest, dass Patienten mit Herzinsuffizienz, neurologischer Grunderkrankung bzw. fortgeschrittenem Lebensalter im Falle einer Pneumonie ein erhöhtes Sterberisiko haben und könnten daher besonders von einer Pneumokokkenimpfung gemäß den geltenden Empfehlungen profitieren.

Die Pneumokokken-Impfung ist für Kinder bis fünf Jahre und für alle Erwachsene ab 50 Jahren im aktuellen Österreichischen Impfplan empfohlen. Für Personen aller Altersgruppen mit erhöhtem Risiko ist die Impfung besonders dringend empfohlen. Vor allem durch die Pneumokokken-Impfung könnten bei Kindern und bei Erwachsenen die meisten dieser Erkrankungen verhindert werden. Das sollte durch eine geringere Notwendigkeit zur Verwendung von Antibiotika zusätzlich die Gefahr der Ausbildung von Resistenzen bei Erregern verringern.

apa.at

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