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APA-Artikel 11. November 2013

Linzer Spital soll Schlaganfall-Patienten heimgeschickt haben

Ein 78-jähriger Schlaganfall-Patient soll von einem Linzer Spital wieder nach Hause geschickt worden sein, obwohl er unter Symptomen wie eingeschränkter Sehkraft und Wahrnehmungsfähigkeit litt. Das berichtete die "Kronen Zeitung" am Sonntag. Das Krankenhaus teilte auf APA-Anfrage mit, man bedaure den Vorfall, der sich bereits im Juni ereignet hat, und werde ihn noch einmal prüfen.

Der Pensionist war laut dem Artikel an einem Freitag mit der Rettung ins Spital gekommen. Dort habe man aber nichts festgestellt und der 78-Jährige sei wieder heimgebracht worden. Am Montag darauf hätten ihn Angehörige dann in ein anderes Krankenhaus gefahren, wo er stationär aufgenommen und der Schlaganfall diagnostiziert worden sei. Nach dem Klinikaufenthalt folgte eine vierwöchige Reha.

Als der Patient in die Ambulanz gekommen sei, hätten die medizinischen Untersuchungen keinen Hinweis auf einen drohenden Schlaganfall ergeben, so das Spital am Sonntag in einer Stellungnahme. Im Juli habe man der Patienten- und Pflegevertretung des Landes Oberösterreich auf Anfrage alle erforderlichen Unterlagen zu diesem Fall übermittelt, sei in der Sache seither aber nicht mehr kontaktiert worden.

Die Patienten- und Pflegevertretung des Landes hat gegenüber der Zeitung eingeräumt, dass man den Schlaganfall schneller erkennen hätte können, erklärte aber, dass diese Verzögerung "rein medizinisch nicht wirklich relevant" gewesen sei.

apa.at

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