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APA-Artikel 8. November 2013

NÖGKK: Top-Betreuung für Diabetiker in Niederösterreich

Am 14. November ist Welt-Diabetestag. Immer mehr Menschen erhalten die Diagnose "Zuckerkrankheit" - allein in Niederösterreich gibt es rund 60 000 medikamentös behan-delte Typ-2-Diabetikerinnen und -Diabetiker (früher als "Alterszucker" bezeichnet). Die Gefahren dieser Krankheit sind drohende Spätfolgen wie Augenschäden, Amputation, Niereninsuffizienz, Herzinfarkt und Schlaganfall. "Rechtzeitige Kenntnis über die Krankheit und eine unmittelbar startende und umfassende Betreuung kann diese Folgen verzögern und sogar ganz vermeiden", erklärt Dr. Karl Danzinger, Obmann des Vereins zur Förderung der Behandlung chronischer Krankheiten in Niederösterreich und überzeugter "Therapie Aktiv"-Arzt in Allentsteig.

Patienten nehmen Zuckerkrankheit selbst in Angriff

Für die Betroffenen ist es wichtig, den Lebensstil zu ändern: "Je mehr man aktiv tut, desto besser ist es", sagt Dr. Danzinger. Ausgewogene Ernährung, viel Bewegung, der Abbau von Übergewicht und ein konsequenter Rauchstopp sind die Grundrezepte gegen den Diabetes. Darüber hinaus ist es absolut wichtig, sich regelmäßig untersuchen zu lassen. Regelmäßige Kontrollen der Blutwerte und einmal jährlich eine Augenuntersuchung sind genauso wichtig wie der jährliche ärztliche Kontrolltermin für die Füße. Daneben sollten alle, die an Diabetes erkrankt sind, regelmäßig den Blutdruck checken lassen.

Top-Betreuung in NÖ: Patientinnen und Patienten mit Diabetes Mellitus Typ 2 können in Niederösterreich kostenlos am Gesundheitsprogramm "Therapie Aktiv - Diabetes im Griff" teilnehmen. Die Betroffenen werden im Rahmen dieses Projekts von ihrer betreuenden Ärztin oder ihrem betreuenden Arzt gezielt über die Krankheit informiert und in die Behandlung einbezogen - sie nehmen quasi ihre Zuckerkrankheit selbst in Angriff. Qualität und Kontinuität sind die Eckpfeiler dieses Programms. Im Zuge der regelmäßigen Betreuung werden gemeinsam realistische Therapieziele vereinbart, darüber hinaus sollten die Patientinnen und Patienten an speziellen Diabetesschulungen teilnehmen. Umfangreiche Informationsmaterialien über die Krankheit runden das Gesundheitsprogramm der NÖGKK ab.

Therapieziele auf dem Weg zur Besserung

"Diese gemeinsam vereinbarten Therapieziele sind wichtig", sagt Dr. Danzinger. "Sie liegen in erster Linie in den Bereichen Gewicht, Bewegung, Tabak, Ernährung, Blutdruck und Blutzuckerlangzeitwert HbA1c. Sie werden gemeinsam zwischen Patientin bzw. dem Patienten und der behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt vereinbart und regelmäßig die Zielerreichung kontrolliert." Das sogenannte Disease Management Programm ist ein Reformpool-Projekt der nö. Gesundheitsplattform und wird in Niederösterreich gemeinsam von den niederösterreichischen Sozialversicherungsträgern und dem Land NÖ finanziert. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit dem Verein zur Förderung der Behandlung chronischer Krankheiten in Niederösterreich. Derzeit betreuen im Rahmen dieses Projekts rund 120 Ärztinnen und Ärzte über 6 000 Patientinnen und Patienten im ganzen Bundesland. Die Teilnahme ist für alle Diabetespatientinnen und Diabetespatienten in NÖ, unabhängig vom zuständigen Versicherungsträger, möglich.

Tipps im Umgang mit Diabetes - Richtig essen. Die Ernährung sollte ausgewogen sein. Empfohlen wird eine richtige Kombination aus Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und wenigen tierischen Nahrungsmitteln. Die Grundregel lautet: möglichst fett- und zuckerarm. Das Programm Schlank mit der NÖGKK hilft Versicherten der NÖGKK beim Abnehmen. Nähere Infos auf www.noegkk.at. - Viel trinken - natürlich ohne Zucker! - Viel Bewegung. Bringen Sie Schwung in Ihren Alltag, übernehmen Sie sich aber nicht und gehen Sie es langsam an. Ärztin oder Arzt wissen, was gut für Sie ist und wie stark Sie sich belasten dürfen. - Übergewicht abbauen. Nehmen Sie Tipp 1 und Tipp 2 ernst, gelingt es Ihnen, Ihr Körpergewicht in den Griff zu bekommen. Fettarm und ballaststoffreich essen - und das in geeigneten Portionsgrößen. - Keine Zigarette. Hören Sie mit dem Rauchen auf. Hilfe und umfassende Beratung erhalten Sie beim von der NÖGKK betriebenen Rauchertelefon unter der Nummer 0810 810 013 (max. 10 Cent/Minute) oder auf www.rauchertelefon.at - Untersuchungen nicht vergessen.

 

apa.at

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