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APA-Artikel 6. November 2013

AKH Wien beteiligt sich an nutritionDay

Das Allgemeine Krankenhaus der Stadt Wien - Medizinischer Universitätscampus nimmt in diesem Jahr wieder am Projekt nutritionDay teil. Diese 2006 gegründete Initiative ist Bestandteil der internationalen Kampagne "Fight against malnutrition" der Europäischen Gesellschaft für Klinische Ernährung. Sie soll BehandlerInnen, PatientInnen und Angehörige für die Wichtigkeit der Ernährung im Genesungsprozess sensibilisieren und krankheitsassozierter Mangelernährung vorbeugen. Krankenhäuser und Pflegewohnhäuser aus mehr als 50 Ländern beteiligten sich schon am nutritionDay.

Heuer findet der nutritionDay am 7. November statt. Alle PatientInnen-Befragungen werden an diesem einen Tag durchgeführt. Dabei werden die PatientInnen beispielsweise gefragt, ob sie in den vergangenen drei Monaten ungewollt Gewicht verloren haben, ob sie in der vergangenen Woche weniger gegessen haben als üblich bzw. wie viel sie von der letzten Mahlzeit gegessen haben. Gleichzeitig wird nach den Gründen eines eventuell veränderten Essverhaltens gefragt. 2013 konzentriert sich der nutritionDay auf den Bereich Onkologie. Im AKH Wien beteiligen sich alle 24 Stationen, die Krebs-PatientInnen betreuen. An der Datenerhebung nehmen MedizinerInnen, PflegerInnen und DiätologInnen teil. Sie werden von Studierenden der Diätologie und der Ernährungswissenschaft unterstützt.

Als Grundlage für die PatientInnen-Befragungen dienen standardisierte Fragebögen, die in mehr als 24 Sprachen vorliegen. Die Ergebnisse werden länderweise zusammengefasst und als sogenannte national reports veröffentlicht. Darüber hinaus bekommt jede teilnehmende Station die Ergebnisse ihrer eigenen Erhebung zur Verfügung gestellt. Außerdem wird ihr ein anonymisierter Vergleich mit anderen Stationen derselben Fachrichtung ermöglicht. Auf diese Weise kann jeder Teilnehmer einen Leistungsvergleich durchführen.

Im AKH Wien gibt es an den teilnehmenden Stationen nach dem nutritionDay moderierte Besprechungen, bei denen die Ergebnisse gemeinsam analysiert und zukünftige Handlungsfelder ausgemacht werden können.

Dem Thema Ernährung wird im AKH Wien besondere Bedeutung beigemessen. Die 22 DiätologInnen arbeiten eng mit der Küche zusammen und erstellen Kataloge für verschiedene Diätkostformen. Bei speziellen Problemstellungen werden sie vom behandelnden Personal verständigt und die DiätologInnen beraten die PatientInnen vor Ort. Manche Therapien gegen onkologische Erkrankungen können zu ernährungsspezifischen Problemen führen. Zum Beispiel können Veränderungen in der Geschmackswahrnehmung auftreten und PatientInnen eine besondere Abneigung gegen bestimmte Lebensmittelgruppen entwickeln. In solchen Fällen arbeiten die DiätologInnen im AKH Wien gemeinsam mit den PatientInnen daran, passende Alternativen zu finden, um eine ausgewogene Ernährung sicherzustellen.

Die onkologischen Stationen im AKH Wien zählen zu den führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der Behandlung von Krebserkrankungen. SpezialistInnen für die unterschiedlichen Krebserkrankungen sind Garant dafür, dass alle PatientInnen nach dem neuesten Stand der Wissenschaft behandelt werden. Außerdem gibt es für PatientInnen die Möglichkeit der Teilnahme an einer Vielzahl klinischer Studien, was ihnen zusätzliche Therapieoptionen eröffnet und gleichzeitig dazu beiträgt, den medizinischen Wissensstand in einem kontrollierten Rahmen voranzutreiben. Ziel aller Bemühungen ist, neben der Erhöhung der Überlebensdauer auch die Lebensqualität der PatientInnen zu verbessern und die Würde jedes Menschen zu wahren.

apa.at

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