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APA-Artikel 5. November 2013

CH: Erneut Beschwerden gegen Preissenkungen bei Medikamenten

Anfang November hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) für 500 Medikamente Preissenkungen verfügt. Dagegen wehren sich nun einzelne Pharmaunternehmen: Gegen die Preissenkungen gingen bislang 16 Beschwerden ein.

Aufgrund dieser Beschwerden könnten die Preissenkungen bei 22 Arzneimitteln vorerst nicht umgesetzt werden, teilte das BAG am Dienstag auf Anfrage mit. Das Bundesamt bestätigte damit einen Bericht des "Blick".

Die Gründe für die Beschwerden seien unterschiedlich, so das BAG weiter. Weil es sich um laufende Verfahren handle, könnten keine weiteren Angaben zu den einzelnen Fällen gemacht werden.

Die Beschwerden gegen die Preissenkungen überraschen, hatten sich doch die Pharmabranche und Gesundheitsminister Alain Berset im April auf einen Kompromiss geeinigt: Der Bundesrat kam der Pharmabranche entgegen, indem er eine schnellere Zulassung von Arzneimitteln ermöglichte.

Im Gegenzug verpflichteten sich die Verbände Interpharma und vips, darauf hinzuwirken, dass ihre Mitglieder keine neuen Beschwerden gegen die Preissenkungen einreichen. Zudem sollten die Pharmakonzerne ihre Beschwerden gegen eine erste Runde von Preissenkungen bei 450 Medikamenten zurückziehen.

"Wir gehen davon aus, dass sich vips und Interpharma an die Abmachung mit Bundesrat Berset gehalten haben", teilte das BAG am Dienstag mit. Gemäss ersten Erkenntnissen hätten die neuerlichen Beschwerden "andere, individuelle Gründe".

Gemäss der Vereinbarung vom April sollen die Preise von insgesamt 2500 Medikamenten gesenkt werden - dies schrittweise bis 2015. Damit können gemäss Bundesrat Berset 720 Millionen Franken eingespart werden.

apa.at

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