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APA-Artikel 5. November 2013

Wiener Gynäkologin unter Betrugsverdacht - Ärztekammer prüft

Eine Wiener Gynäkologin wird verdächtigt, Krebs-Vorsorgeuntersuchungen (PAP-Abstriche) ohne Befunde der Krankenkasse verrechnet zu haben. Die Medizinerin wurde bereits beim Staatsanwalt angezeigt und ihr der Kassenvertrag gekündigt. Auch die Wiener Ärztekammer hat Schritte gegen die Frau eingeleitet und u.a. Sachverhaltsdarstellungen an der Disziplinaranwalt der Österreichischen Ärztekammer und die Magistratsabteilung 40 (Sozial- und Gesundheitsrecht) geschickt.

Der Disziplinaranwalt der Österreichischen Ärztekammer habe die Sachverhaltsdarstellung bereits am Tisch, berichtete der Sprecher der Wiener Kammer am Dienstag im APA-Gespräch. Dieser werde in den nächsten Tagen über die weiteren Schritte bzw. die Einleitung eines Verfahren entscheiden. Die Sanktionsmöglichkeiten reichen vom schriftlichen Verweis bis hin zum Berufsverbot.

Weiters hat die Wiener Landesorganisation ein Schreiben an die Österreichische Ärztekammer mit der Bitte um Überprüfung der Vertrauenswürdigkeit der Medizinerin gerichtet. Wenn die Kammer die Vertrauenswürdigkeit für nicht gegeben hält, droht die Entziehung der Berufsberechtigung sowie die Streichung aus der Ärzteliste.

Die Wiener Ärztekammer kann übrigens selbst keine Sanktionen setzen, sagte der Sprecher. Vielmehr könne eine Landesorganisation nur informieren, was getan wurde.

Die Gynäkologin soll in den vergangenen drei Jahren Krebs-Vorsorgeuntersuchungen bei der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) in Rechnung gestellt, ohne dass eine Befundung der Abstriche nachweisbar ist. Betroffen sind demnach 826 Frauen.

apa.at

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