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APA-Artikel 5. November 2013

D: Experten rechnen für 2014 bei Sozialkassen wieder mit roten Zahlen

Ungeachtet der hohen Überschüsse der Sozialkassen im laufenden Jahr rechnen Experten dort bereits 2014 wieder mit roten Zahlen. Nach Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das Düsseldorfer "Handelsblatt" vom Dienstag dürfte bei den Sozialkassen insgesamt im kommenden Jahr ein Defizit von 4,4 Milliarden Euro entstehen. Zugrunde gelegt wurde dabei die geltende Rechtslage einschließlich der für die Rentenversicherung demnach vorgeschriebene Beitragssenkung um 0,6 Punkte.

"Die laut Gesetz erforderliche Senkung des Rentenbeitrages um 0,6 Punkte belastet die Sozialkassen ebenso wie die Abschaffung der Praxisgebühr und der Wegfall des Zwangsrabatts für Ärzte", sagte der IfW-Finanzexperte Alfred Boss dem "Handelsblatt". Zwar gibt es von Union und SPD Signale, auf die Senkung des Rentenbeitrages zu verzichten. Allerdings dürften mit den zusätzlichen Einnahmen auch zusätzliche Leistungen finanziert werden, vor allem Verbesserungen bei den Mütterrenten.

Den Berechnungen des IfW zufolge wird es allein in der Rentenversicherung im kommenden Jahr ein Defizit von 3,7 Milliarden Euro geben. Für Krankenkassen und Gesundheitsfonds wird ein Minus von 700 Millionen Euro vorhergesagt. Auch in der Pflegeversicherung dürfte es ein ein Defizit von 200 Millionen Euro geben, sofern dort die Beiträge nicht steigen. Demnach wird voraussichtlich die Bundesagentur für Arbeit (BA) die einzige der großen Sozialkassen sein, die 2014 mit einem Überschuss von 200 Millionen Euro noch leicht im Plus ist.

apa.at

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