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APA-Artikel 31. Oktober 2013

AKNÖ erkämpft höheres Krankengeld

Wer bei lang andauernder Krankheit vom Kontrollarzt gesundgeschrieben wird, hat die Möglichkeit, dies von seinem behandelnden Arzt überprüfen zu lassen, wenn seiner Meinung nach immer noch Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Besonders wenn während des Krankenstands eine Kündigung erfolgt, kann das für die betroffenen ArbeitnehmerInnen ansonsten zum Verlust finanzieller Ansprüche führen.

Ein Arbeitnehmer wird nach 34 Jahren Beschäftigung in einem Betrieb gekündigt, nachdem er nach einer Knieoperation sowie wegen chronischer Kreuzschmerzen in Krankenstand ging. Bei der Vorladung durch den Kontrollarzt stellt dieser lediglich fest, dass der Mann bereits gekündigt wurde, schreibt ihn ab und schickt ihn zum Arbeitsmarktservice. Die Einwände des Betroffenen, dass die Schmerzen nach wie vor zu stark seien, fruchteten nichts.

Prinzipiell gilt, dass bei weiter andauernder Arbeitsunfähigkeit auch weiter krankgeschrieben werden muss. "Kommt es trotzdem zur Abschreibung, haben Betroffene die Möglichkeit, sich entweder wieder krank schreiben zu lassen, oder der behandelnde Arzt könnte Einspruch gegen die bereits erfolgte Gesundschreibung machen", sagt AKNÖ-Sozialrechtsexperte Mag. Josef Fraunbaum. Im gegebenen Fall hätten sich für den gekündigten Arbeitnehmer auch finanzielle Nachteile ergeben. Wer nämlich unter diesen Umständen zum AMS geht, erhält beim nächsten Krankenstand nur noch das Krankengeld in Höhe des meist niedrigeren Arbeitslosengeldes. Im gegebenen Fall ging es immerhin um eine Differenz von 20 Euro pro Tag über einen Zeitraum von 200 Tagen, also um 4.000 Euro. Ein Sachverständiger stellte letztendlich fest, dass die Abschreibung durch den Kontrollarzt ungerechtfertigt war, und deshalb dem Betroffenen das höhere Krankengeld gebühre. Das Happy End: Mit Hilfe der AKNÖ wurde ein erfolgreicher Vergleich mit der Gebietskrankenkasse geschlossen.

apa.at

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