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APA-Artikel 30. Oktober 2013

OÖ. Spitalsreform liegt nach zweiter Evaluierung "über Plan"

Die oberösterreichische Spitalsreform II wird auch im zweiten Evaluierungsbericht positiv beurteilt. Bisher sei es gelungen, alle Maßnahmen umzusetzen. "Wir liegen über Plan und nicht unter Plan", sagte Landeshauptmann Josef Pühringer (ÖVP) in einer Pressekonferenz mit dem Vorsitzenden der Evaluierungskommission, Wolfgang Bayer, am Mittwoch in Linz.

Zwei Drittel aller Maßnahmen der Priorität A, die bis Ende 2013 durchgeführt werden sollen, wurden demnach bereits bis Mitte des Jahres umgesetzt. Für alle weiteren Punkte wurden die entsprechenden Schritte eingeleitet. Zusätzlich werde bereits ein Teil der Maßnahmen der Priorität B, die bis Ende 2016 erledigt werden sollen, durchgeführt.

Die aktuelle Ausgabenentwicklung ergebe für das Jahr 2020 eine Kostendämpfung von 364 Mio. Euro. Kumuliert betrachtet betrage die Kostendämpfung bis 2020 insgesamt 2,4 Mrd. Euro, das sei sogar über dem Ausgangswert von 2011 von 2,3 Mrd. Euro, sagte Bayer. 2011 wurden bereits 91 Mio. Euro eingespart, 2012 waren es 153 Mio. und für 2013 sind 163 Mio. vorgesehen. Im Vorjahr ging man noch von 103 Mio. für 2012 und 153 Mio. für 2013 aus.

Die Evaluierung der Spitalsreform II geschah auf Basis der konkreten Zahlen von 2012. Die Krankenhaushäufigkeit sei zum Vergleichsjahr 2009 um 7,3 Prozent von 285 auf 264 Aufenthalte pro 1.000 Einwohner gesunken. Die Belagstage seien im selben Zeitraum um 9,2 Prozent auf 1.517 gesunken. Man liege zwar noch immer über dem angepeilten Österreichschnitt, nähere sich diesem jedoch an. Die Bettenauslastung habe sich von 83,1 Prozent auf 80,8 Prozent verringert und liege nur mehr knapp über dem Österreichschnitt von 79,3 Prozent. Betrachte man diese Zahlen, sei die moderate Bettenanpassung angemessen gewesen, betonte Pühringer.

Einsparungspotenzial sieht Pühringer noch bei den tagesklinischen Aufenthalten: 2009 wurden 24 Prozent aller möglichen tagesklinischen Aufenthalte tatsächlich so durchgeführt. 2012 waren es 36,3 Prozent. Umfragen zufolge konnte keine Verschlechterung der Patientenzufriedenheit festgestellt werden. Trotz der Umsetzung der Spitalsreform-Maßnahmen zeigten sich - gleich wie im Jahr 2011 - 79 Prozent mit ihrem Spitalsaufenthalt zufrieden.

apa.at

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