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APA-Artikel 29. Oktober 2013

Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund:

Zu einem außergewöhnlichen Schritt haben sich das Rote Kreuz Niederösterreich und der Arbeiter-Samariter-Bund Niederösterreich entschieden: auf Grund der mit Jahresende auslaufenden Verträge mit den Krankenkassen im Bereich Rettungs- und Sanitätsdienst (Krankentransport) und der derzeit nicht absehbaren Einigung haben die beiden Organisationen nun den Vertrag fristgerecht gekündigt, um eine automatische Verlängerung ohne jegliche finanzielle Anpassung zu verhindern. Bis 31. 12. ändert sich für die PatientInnen vorerst gar nichts.

"Wir haben diesen Schritt gesetzt, um uns weitere Verhandlungsmöglichkeiten zu schaffen", erklären Präsident Willi Sauer, Rotes Kreuz Niederösterreich, und Präsident Otto Pendl, Samariterbund Niederösterreich. Der bestehende Vertrag zwischen den Krankenkassen und den Rettungsorganisationen im Bereich der Rettungs- und Sanitätsdienste (Krankentransport) läuft mit Jahresende ab und würde sich - so nicht zeitgerecht gekündigt wird - automatisch verlängern.

"Der Vertrag besteht in dieser Form nunmehr seit acht Jahren - und zwar unverändert, ohne jegliche Tarifanpassung. Unser Ziel ist es, die Tarife anzupassen", meint Sauer. "Seitens der Krankenkassen wurde zwar Gesprächsbereitschaft signalisiert, wir sind aber noch sehr weit von unserem Ziel entfernt und brauchen Zeit für die Verhandlungen", erläutert Pendl.

Das Rote Kreuz führt pro Jahr in Niederösterreich rund 737.200 Einsätze durch, der Samariterbund weitere 122.200 (Stand 2012). Dabei entstehen vor allem durch Personal, Treibstoff und Material Kosten. Die aktuellen Tarife mit den Krankenkassen stammen aus dem Jahr 2005 und wurden nicht valorisiert. Zum Vergleich: der Verbraucherpreisindex (VPI) liegt heute bereits 18,8 Prozent über dem Wert von 2005, der Dieselpreis stieg sogar um 61,72 Prozent. "Unser Ziel ist es, die Dienstleistungen im Sinne unserer Patientinnen und Patienten aufrecht zu erhalten", erklären die Präsidenten.

In den vergangenen Wochen haben bereits mehrere Gesprächsrunden stattgefunden, eine Einigung war allerdings bislang nicht in Sicht. Die Kündigung war für die Rettungsorganisationen ein unerlässlicher Schritt, um eine für beide Seiten machbare Einigung erzielen zu können.

apa.at

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