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APA-Artikel 29. Oktober 2013

Pensionen: Hundstorfer sieht bei Invaliditätspension Handlungsbedarf

Sozialminister Rudolf Hundstorfer (S) sieht das dringendste Problem im Pensionssektor bei der Reduzierung der Invaliditätspensionen. "Das ist das wahre Problem", sagte der Ressortchef am Dienstag zum Bericht der Pensionskommission der Regierung am Rande der Nationalratssitzung gegenüber der APA. Gleichzeitig verwehrte er sich gegen "Panikmache", denn die mittelfristigen Prognosen seien nicht so schlecht.

Die Prognose bis 2025 (wonach die Regierung davon ausgehen kann, dass sie in den kommenden zwölf Jahren nicht mehr Geld in das Pensionssystem pumpen muss als dies bereits 2004 angepeilt wurde) beweise, "dass wir einigermaßen richtig liegen", sagte Hundstorfer. "Der prognostizierbare Zeitraum sieht ja nicht so schlecht aus." Prognosen darüber hinaus - bis ins Jahr 2060 hinein - seien auch etwas unverantwortlich. Der Minister verwies etwa darauf, dass die Wirtschaftsforscher ihre Prognosen betreffend des Wirtschaftswachstums alleine heuer mehrmals korrigiert hätten.

Betreffend des Hauptproblems der Invaliditätspension merkte Hundstorfer an, dass die Regierung hier ja bereits erste legistische Maßnahmen getroffen habe. Dennoch sei diese Pensionsart der "größte Topf", demzufolge müsse man auch hier ansetzen. Er verwies auf Programme wie "Fit2work" oder jenes der betrieblichem Gesundheitsförderung. Diese Versuche hätten ja schon begonnen und würden auch - wenn auch langsam - bereits greifen. "Dort muss man weitertun", so Hundstorfer.

Ein wichtiges Anliegen ist es dem Minister zu betonten, dass niemand aus "Jux und Tollerei" in Invaliditätspension geht, wie er der APA sagte. Es seien nun alle gefordert, das Pensionsantrittsalter weiter anzuheben - und zwar sowohl die Betroffenen selbst, aber auch die Wirtschaft, wie er mit Blick auf die Problematik des schwierigen Arbeitsmarktes für ältere Arbeitssuchende bemerkte.

apa.at

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