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APA-Artikel 28. Oktober 2013

SPÖ-Kärnten zu Diskussion um neuen KABEG-Chef: Kompetenz muss an erster Stelle stehen

Geradezu absurd erscheint die Diskussion um den designierten neuen KABEG-Chef Dr. Arnold Gabriel für SPÖ-Klubobmann LAbg. Herwig Seiser: "Alle involvierten Experten, inklusive der international angesehenen Agentur Deloitte und sogar die politischen Mitbewerber sind sich einig und attestieren Dr. Arnold Gabriel höchste fachliche Kompetenz. Doch diese Kompetenz soll Nichts wert sein, weil Dr. Gabriel, der das Gesundheitswesen aus dem FF kennt und beherrscht, Büroleiter in der Landesregierung ist?", fragt Seiser.

Es könne doch wohl weder im politischen noch im Interesse der Kärntner Bevölkerung sein, dass aufgrund einer ohnehin herbeigeredeten Optik auf die Kompetenz des erstgereihten Kandidaten verzichtet werde.

"Anstatt sich hinter den besten Mann zu stellen, gemeinsam stolz und froh zu sein, dass ein Kärntner als Erstgereihter aus dem Auswahlverfahren hervorging und ihn bei seiner zukünftigen Aufgabe zu unterstützen, wird geradezu eine politisch-mediale Hexenjagd vom Zaun gebrochen. Gerade angesichts der KABEG-Vergangenheit mit der missglückten Mandl-Op und dem Manegold-Desaster wäre es fatal auf das Know How von Arnold Gabriel zu verzichten", macht Seiser deutlich. "Kärnten kann es sich nicht leisten, nicht den besten sondern vielleicht den Zweit- oder Drittbesten zum KABEG-Chef zu machen!"

Scharfe Kritik äußert der SPÖ-Klubobmann am indiskutablen Verhalten der ÖVP: "Von der völlig moralfreien Ragger-Leyroutz FPÖ, die das Gesundheitswesen in der Vergangenheit ohne Rücksicht auf Verluste als Spielwiese ihres präpotenten Machtrausches missbraucht hat, war Nichts anderes zu erwarten. Dass aber die ÖVP mit Obernosterer und Co in Hysterie ausbricht und die gemeinsame Reformarbeit für Kärnten in Frage stellt, weil ihr eine schöne Optik wichtiger ist als Kompetenz, ist nicht nur bedauerlich sondern vor allem völlig unglaubwürdig", stellt Seiser klar.

Er, Seiser, erinnert daran, dass 2010, als die ÖVP gemeinsam mit der heutigen FPÖ das Gesundheitsverschlechterungsgesetzes beschlossen hat, der Posten des KABEG-Finanzdirektors ohne Notwendigkeit ausgeschrieben wurde: "Gesucht wurde damals ein Finanzexperte mit internationaler Management-Erfahrung. Bestellt wurde dann ausgerechnet der stellvertretende ÖVP-Klubdirektor Martin Payer", ruft Seiser in Erinnerung und Obernosterer zur Ordnung.

"Herr Obernosterer täte gut daran, den politischen Staub der Vergangenheit vor der eigenen Türe zu kehren, die künstliche Aufgeregtheit abzustellen und sich schleunigst wieder auf die Arbeit innerhalb der von der SPÖ geführten Reformkoalition zu konzentrieren", so Seiser.

apa.at

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