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APA-Artikel 24. Oktober 2013

Patienten abgewiesen: Ärzte arbeiten am Limit

Im Zusammenhang mit den jüngsten Fällen von angeblich vorschnellen Spitalsabweisungen betont der stellvertretende Obmann der angestellten Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Karlheinz Kornhäusl, die "ungebremste Überlastung" der Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern. "Wir weisen seit Jahren darauf hin, dass das ärztliche Personal in den Spitälern überlastet ist und am Limit arbeitet. Schuld daran ist nicht zuletzt ein akuter Personalmangel", sagte Kornhäusl Donnerstag in einer Aussendung. Dass es bedauerlicherweise hie und da zu Fehleinschätzungen komme, liege an überlangen Dienstzeiten, am Einsatz hart an der Grenze physischer und psychischer Belastungsfähigkeit sowie an überbordender Bürokratie. Kornhäusl: "Manche Kollegen sind 32 Stunden, am Wochenende teilweise sogar 49 Stunden im Einsatz. Trotzdem werden Höchstleistungen erwartet. Das ist unrealistisch." Abhilfe schaffen könne die Reduktion der durchgehenden Arbeitszeit auf 25 Stunden. Zusätzlich seien eine Neustrukturierung und Entlastung der Ambulanzen durch den Ausbau des Versorgungsangebotes im niedergelassenen Bereich und mehr Personal notwendig, um Fälle wie in Graz oder Salzburg künftig zu verhindern, sagte Kornhäusl abschließend.

apa.at

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