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APA-Artikel 21. Oktober 2013

Ärztekammer sieht Töchterle "weit weg von der Realität"

Die im Rahmen der aktuellen Debatte um mehr Personal an der MedUni Wien/AKH getätigte Aussage von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle, wonach Probleme nicht immer durch mehr Geld gelöst würden, wird vom Vizepräsidenten der Ärztekammer für Wien, Hermann Leitner, entschieden zurückgewiesen. "An der MedUni Wien fehlen Ärztinnen und Ärzte, um einen optimalen Spitals- und Ambulanzbetrieb aufrechtzuerhalten, und dafür benötigt man eben mehr Geld." Alles andere sei "weit weg von der Realität".

Es könne kein Lösungsansatz sein, jeglicher Debatte "einfach aus dem Weg zu gehen, indem der Wissenschaftsminister darauf hinweist, dass sein Ministerium bereits in der letzten Leistungsperiode 15 Prozent mehr Geld gegeben hat", ist Leitner überzeugt. Denn trotz neuer Betriebsvereinbarung sei man noch immer weit entfernt von der EU-Richtlinie mit einer Arbeitszeit von 48 Wochenstunden für alle Ärztinnen und Ärzte. Um diese Richtlinie umzusetzen und somit auch allen Patientinnen und Patienten eine vollwertige Behandlung zu ermöglichen, benötige es einfach mehr Personal, sprich: "Mehr Geld für das AKH", so Leitner.

Komme es zu keiner Lösung, müsse den politisch Verantwortlichen klar sein, dass es dann auf zwei Szenarien hinauslaufe, nämlich "völlig überforderte, nicht ausgeruhte Ärztinnen und Ärzte mit erhöhter Burn-out-Quote und angeschlagener Gesundheit, oder eine deutliche Reduktion der Leistungen für die Patientinnen und Patienten".

apa.at

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