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APA-Artikel 18. Oktober 2013

ÖÄK-Vize Mayer: Engagement der Ärzte hat AKH am Laufen gehalten

Dass die Senkung der maximalen durchgängigen Dienstzeiten der Ärzte im Wiener AKH nun zu Engpässen in der Patientenversorgung führt, dürfe natürlich nicht zur Dauerlösung werden, erklärte der Obmann der Bundeskurie angestellte Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer, am Freitag in einer Aussendung.

 

Allerdings zeige diese Entwicklung eindeutig, dass das größte Spital Österreichs zuletzt wohl nur noch deshalb funktioniert habe, weil die gesamte Ärzteschaft vom Turnusarzt aufwärts über Jahre hinweg ein enormes Engagement an den Tag gelegt habe. "Das ging immer mehr auf Kosten der Gesundheit der Ärztinnen und Ärzte, letztlich aber auch zulasten der Patienten. Denn es sagt einem ja der Hausverstand, dass selbst der fitteste Arzt nach 24 Stunden Dauereinsatz nicht noch einmal acht Stunden Dienst am Patienten in vollster Konzentration absolvieren kann", so Spitalsärzte-Chef Mayer.

 

Die Kürzung der Maximaldienstzeiten auf das annehmbare Maß von 25 Stunden sei daher längst fällig gewesen. Gleichzeitig müsse es den politisch Verantwortlichen aber klar sein, dass sich Qualität und Umfang der spitzenmedizinischen Versorgung nur mit entsprechend mehr Personal aufrechterhalten lassen. Es sei zu hoffen, dass die von Medizinuni-Rektor Wolfgang Schütz in Aussicht gestellte personelle Aufstockung des ärztlichen Personals möglichst rasch umgesetzt werde. 

apa.at

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