zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 17. Oktober 2013

Wiener Universitätskliniken - Grünewald: Engpässe vorhersehbar

Die Diskussion über Ärztemangel an den Wiener Universitätskliniken führten am Donnerstag auch zu einer Stellungnahme von politischer Seite. "Es kann nicht sein, dass die Politik und Rektorate das geltende Arbeitszeitgesetz in Krankenanstalten ignorieren. Damit verbundene Personalengpässe waren vorauszusehen und kommen nicht überraschend", kritisierte Kurt Grünewald, Gesundheitssprecher der Grünen.

Grünewald sieht vor allem das Wissenschaftsministerium in der Pflicht, wie er in einer Aussendung erklärte: "Dass die reguläre Arbeitszeit klinisch tätiger Ärzte weitestgehend durch die den Ländern übertragene Krankenversorgung okkupiert ist und Forschung wie Lehre immer mehr in die Freizeit verlagert werden muss, ist auch dem Ministerium bekannt. Einzelne Feuerwehraktionen und kurzfristiges Stopfen einiger Budgetlöcher haben meist nur kosmetischen Charakter."

Die Errichtung der medizinischen Fakultät in Linz werde die Problematik nicht entschärfen, es seien ein Stillstand oder Einbrüche im Bereich der Krankenversorgung abzusehen. Der Gesundheitssprecher der Grünen: "Erneuerungen teurer Einrichtungen stehen an, die Nachbesetzung von Stellen wird verzögert, Berufungen von international renommierten Experten werden immer schwieriger und dem wissenschaftlichen Nachwuchs werden zu wenig Perspektiven geboten."

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben