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APA-Artikel 16. Oktober 2013

Verein sucht "PflegerIn mit Herz"

440.000 Menschen werden in Österreich von Pflegern betreut, im Jahr 2050 sollen bereits doppelt so viele Österreicher pflegebedürftig sein. Um ein Bewusstsein für diese Problematik zu schaffen und die Pflegekräfte des Landes vor den Vorhang zu holen, haben die Wiener Städtische Versicherung, das Sozialministerium, das Wirtschaftsministerium sowie die Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG bereits zum zweiten Mal die Kampagne "PflegerIn mit Herz" gestartet. Das wurde am Mittwoch bei einer Pressekonferenz bekannt gegeben.

"Das Thema Pflege ist an sich ein schönes Problem, weil es ein Luxusproblem ist", sagte Thomas Uher, Vorstandssprecher der Erste Bank. Die Menschen würden in einer gesünderen Gesellschaft aufwachsen, deshalb müssten sie auch länger gepflegt werden. Betreuungskräfte trügen deutlich zu einem altersgerechten und würdevollen Leben bei. Hierzulande übernehmen 100.000 professionelle Pfleger diese Aufgabe, der größte Teil der kranken Personen wird aber von Angehörigen betreut. "Bei der Initiative geht es darum, die Tätigkeit der Pfleger in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit zu stellen und diesen Personen Respekt und Anerkennung zu zollen", konkretisierte Günter Geyer, Präsident des Vereins "PflegerIn mit Herz".

Laut Robert Lasshofer von der Wiener Städtischen Versicherung sei der demografische Wandel auch eine Herausforderung. Die steigende Lebenserwartung würde dazu führen, dass in 20 Jahren etwa jeder dritte Österreicher über 60 Jahre alt sein wird. "Die Anzahl der potenziell Pflegebedürftigen wird daher in Zukunft wichtig sein", erklärte Lasshofer. Im Pflegebereich müssen daher die Themen Finanzierung, Qualitätssicherung und Bewusstseinsbildung vermehrt behandelt werden.

"Jede vierte Familie ist heute mit dem Thema Pflege konfrontiert. Daher ist diese Aktion wichtig und deshalb unterstützen wir sie auch", erklärte Wirtschafts- und Familienminister Reinhold Mitterlehner (VP). "Die Pflege hat eine hohe Beschäftigungswirkung am Arbeitsmarkt, aber es ist auch ein sehr belastender Bereich", begründete Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SP) die Unterstützung der Kampagne.

Bis 25. Oktober können Nominierungen für die besten professionellen und privaten Pfleger und Pflegerinnen eingereicht werden. Eine Jury bestehend aus Vertretern und Vertreterinnen von NGOs im Sozial- und Pflegebereich werden im November je einen Gewinner aus jedem Bundesland wählen. Sie werden für ihr Engagement mit 3.000 Euro belohnt.

(S E R V I C E - Nominierungen können online unter www.pflegerin-mit-herz.at oder per Post eingereicht werden)

apa.at

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