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APA-Artikel 15. Oktober 2013

Gesundheitsreform - Vorarlberger Zielsteuerungsvertrag steht

Das Land Vorarlberg und die Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK) haben am Dienstag die Inhalte des Zielsteuerungsvertrags zur Gesundheitsreform präsentiert. So wird etwa ein neuer Topf für Prävention mit 540.000 Euro pro Jahr eingerichtet, wie Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) nach der Regierungssitzung bekannt gab. Weiters sollen die Versorgungsprogramme für Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen erweitert werden. Für die Zukunft forderte Wallner einen "einzigen Finanzierungstopf" für alle Gesundheitsebenen, die Reform sei aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Kernstück der Gesundheitsreform ist eine verbesserte Zusammenarbeit zwischen dem niedergelassenen und dem Spitalsbereich. Patienten sollen künftig dort behandelt werden, wo die Leistungen sowohl aus Patienten- als auch aus Kostensicht am besten erbracht werden können. "Die Gesamtbetrachtung erbringt Vorteile für den Patienten", betonte Gesundheitslandesrat Christian Bernhard (ÖVP).

Neben dem Kampf gegen Diabetes und Herz-Kreislauferkrankungen setze man auch Schwerpunkte im Bereich bedarfsgerechter Öffnungszeiten und beim Ausbau der tagesklinischen und ambulanten Betreuung, erklärte VGKK-Obmann Manfred Brunner. Außerdem soll der Hausarzt ein noch stärkerer Wegweiser im Gesundheitssystem werden. Dafür seien die Rahmenbedingungen schon geschaffen worden, so Brunner.

Im Hinblick auf den allgemeinen Ärztemangel sagte Wallner, dass die Zahl der Ärzte in Vorarlberg in den vergangenen zehn Jahren um 33 Prozent auf 1.366 angestiegen sei und das Land sich ständig um neue Mediziner bemühe. Man habe deshalb im Spitalswesen das Gehaltsschema neu gestaltet. Mit dem Ärztemangel hätten aber alle zu kämpfen. Im Bezug auf die Verankerung der Lehrpraxis im Rahmen der Ärzteausbildung erklärte sich Wallner dazu bereit, in Vorarlberg ein regionales Modell zu entwickeln, sollte es auf Bundesebene zu keiner Lösung kommen.

apa.at

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