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APA-Artikel 9. Oktober 2013

Salzburger GKK: Neuer Obmann Huss will Versorgung ausbauen

Der neue Obmann der Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK), der 49-jährige Andreas Huss, will die Gesundheitsversorgung im Bundesland weiter ausbauen. Bei seiner Antrittspressekonferenz am Mittwoch kündigte er zusätzliche Mittel für die Bereiche Psychische Erkrankungen, Zahngesundheit und Kinder an.

Huss wurde gestern, Dienstag, einstimmig zum Nachfolger von Siegfried Schluckner gewählt, der diese Funktion zehn Jahre innehatte. Er könne ein Haus mit einer soliden finanziellen Basis übernehmen, sagte Huss. Die Salzburger Gebietskrankenkasse sei schuldenfrei. Im vergangenen Jahr wurde ein Überschuss von knapp 16 Mio. Euro erwirtschaftet. Auch für heuer prognostiziert Huss einen "guten Überschuss" und geht von rund zehn Mio. Euro aus. Trotzdem müsse man auf die Ausgaben achten, um mit den Rücklagen schlechte Jahre überbrücken zu können.

Derzeit gibt die SGKK rund fünf Mio. Euro pro Jahr für die medizinische Versorgung von psychisch kranken Personen aus. Langfristig solle sich dieser Betrag verdoppeln, sagte Huss. In der Zahnmedizin werde man die Leistungen "moderat" ausbauen. Das werde auf zwei Schienen erfolgen: mit den niedergelassenen Zahnärzten und über die eigenen Zahngesundheitszentren. Als Beispiel nannte der neue Obmann die Zahnspangen. Dort, wo es eine medizinische Notwendigkeit für Zahnspangen gebe, wolle man die Zuschüsse erhöhen. Für kosmetische Behandlungen sei die Gebietskrankenkasse nicht zuständig.

Für Kinder wolle er die Bereiche Logopädie und Ergotherapie ausbauen. Außerdem will er die Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Bereich der Psychotherapie verbessern. Das könne langfristig teure psychische Erkrankungen verhindern, ist Huss überzeugt.

Um dem mangelnden Interesse an Kassenstellen für Allgemeinmedizin am Land entgegenzuwirken, setze man auf mehreren Ebenen an. Man habe beispielsweise gemeinsam mit dem Land das Modell der Lehrpraxen entwickelt, um jungen Medizinern den Einstieg zu erleichtern. Derzeit gibt es rund zehn junge Ärzte, die in einer Lehrpraxis Erfahrungen sammeln.

apa.at

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