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APA-Artikel 9. Oktober 2013

Salzburgs ÖVP fordert Maßnahmen zur Sicherung des Hausarztsystems

Die Salzburger Volkspartei hat die Absicherung der medizinischen Versorgung in den Regionen zu einem ihrer Schwerpunkte für die Herbstarbeit erklärt. In Landgemeinden wird es zusehends schwieriger, Nachfolger für Ärzte zu finden, die in den Ruhestand treten oder wegziehen. Weitere zentrale Themen sind die Reform des Landesrechnungshofes und die Enquetekommission zum Ausbau der direkten Demokratie, kündigten Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf und Klubobfrau Gerlinde Rogatsch am Mittwoch bei einem Pressegespräch an.

Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen soll das Netz an Hausärzten gesichert werden. "Von den 240 bis 250 Kassenstellen in Salzburg werden in den kommenden fünf bis zehn Jahren rund 70 Ärzte in Pension gehen. Wir haben echten Handlungsbedarf", so Rogatsch. Lehrpraxen, von denen es in Salzburg zehn auf freiwilliger Basis gibt, sollten verpflichtend eingeführt und vom Bund bezahlt werden, lautet einer der Vorschläge. Gemeinsam mit den Sozialversicherungen und der Ärztekammer sollten außerdem Sonderregelungen ermöglicht werden, etwa Gemeinschaftspraxen, Anstellungsmodelle oder Kooperationen mit Wahlärzten, so Rogatsch. Weiters kann sie sich eine Infrastrukturförderung über den Gemeindeausgleichsfonds, Stipendienprogramme und Niederlassungs-Prämien vorstellen.

Pallauf wies auf die Notwendigkeit einer Reform des Landesrechnungshofes hin. Der Finanzskandal habe klar aufgezeigt, dass dort massive Defizite vorhanden seien. Die Prüfungen der Rechnungsabschlüsse müssten sich künftig an Jahresabschlussprüfungen der Wirtschaftstreuhänder orientieren. Und auch wenn die Prüfer über großes Know-how verfügen müssten, sollten bei speziellen Bereichen externe Experten beigezogen werden können. Weiters kündigte Pallauf an, dass die vom Landtag eingesetzte Enquetekommission zur Stärkung der direkten Demokratie am 16. Oktober erstmals zusammentritt.

apa.at

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