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APA-Artikel 7. Oktober 2013

Mammografie: Radiologen stehen bereit, wenn WGKK ihre Blockade aufgibt

"Die Wiener Radiologen warten auf ein Zeichen eines vernünftigen Entgegenkommens seitens der Wiener Gebietskrankenkasse, dann kann aus unserer Sicht jederzeit mit dem neuen Brustkrebs-Früherkennungsprogramm in Wien begonnen werden", kommentiert Friedrich Vorbeck, Fachgruppenobmann der Radiologen in der Wiener Ärztekammer, die aktuelle Verhandlungssituation zwischen WGKK und Ärzteschaft. "Leider warteten wir bisher vergeblich auf ein entsprechendes Angebot."

Die Krankenkasse solle endlich ihre auf Blockade ausgerichtete Haltung überdenken, fordert Vorbeck. Schließlich gebe es bereits in sieben Bundesländern gute Lösungen, die von allen Verhandlungspartnern mitgetragen würden: "Eine auf einen rigorosen Sparkurs eingeschworene WGKK versucht offensichtlich, die Verhandlungen über unzumutbare Konditionen für Wiens Radiologen platzen zu lassen und dann der Ärzteschaft den Schwarzen Peter zuzuschieben".

Tatsächlich hat die Wiener Ärztekammer der WGKK ein faires Angebot deutlich unterhalb der Inflationsrate gemacht, ist damit jedoch nicht auf Verständnis gestoßen. "Niedergelassene Radiologen erbringen, anders als in den meisten anderen medizinischen Fächern, Vorleistungen und Investments in Form der Anschaffung von Hightech-Untersuchungsgeräten, die insgesamt mehrere Millionen Euro betragen können", so Vorbeck. Deshalb müsse man sich darauf verlassen können, eine faire Chance zu haben, diese Ausgaben auch wieder hereinzuspielen. "Andernfalls kann unsere wirtschaftliche Existenz massiv bedroht sein." Genau diese Einsicht gebe es bei den Gebietskrankenkassen in den meisten Bundesländern, nicht jedoch bei der WGKK. Ebenso müsse die zusätzlich geforderte ärztliche Leistung, also die Zweitbefundung, finanziell abgegolten werden.

Die von der WGKK künstlich in die Länge gezogenen Verhandlungen und deren Resonanz in der medialen Berichterstattung würden letztlich dazu beitragen, Frauen ohne guten Grund zu verunsichern, um damit zusätzlichen Druck auf die Ärzteschaft ausüben zu können. Vorbeck: "Die WGKK inszeniert hier wider besseren Wissens das Szenario eines Versorgungsengpasses, von dem aber nicht die Rede sein kann. Auch wenn das neue Brustkrebs-Früherkennungsprogramm auf Grund der WGKK-Blockade in Wien nicht plangemäß beginnen kann, haben Frauen mit einer Überweisung des Hausarztes oder Gynäkologen auch weiterhin, so wie bisher, einen ungehinderten Zugang zu Brustkrebsuntersuchungen."

apa.at

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