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APA-Artikel 4. Oktober 2013

Rechnungshof: Kabeg soll bei Baumängeln am Klinikum reklamieren

Der Rechnungshof hat am Freitag eine Follow-up-Überprüfung zum Neubau des Klinikums Klagenfurt am Wörthersee veröffentlicht. Die Prüfer beharren darin auf der Umsetzung der Empfehlung einer Prüfung aus 2010, nämlich bei Baumängeln auf nachträglichen Honorarkürzungen zu bestehen. Dies sei noch nicht in vollem Umfang erfolgt. Mit dem Ausbau des tagesklinischen Angebotes, der Reduktion der Belegstage sowie mit dem Personalabbau waren die Prüfer zufrieden.

Die Experten des Rechnungshofs begrüßten, dass die Krankenhaus-Betreibergesellschaft Kabeg den Finanzierungsvertrag mit dem Land geändert hat. Nun liegt dem Vertrag das Investitionsprogramm 2009 zugrunde. Das volle Einsparungsvolumen von 21,9 Millionen Euro jährlich soll demnach 2014 erreicht werden. Ein transparentes Folgekostenmodell sei aber noch nicht fertiggestellt worden, bemängelten die Experten.

Lob fanden die Prüfer für das Senken der Belegstage im Zeitraum 2009 bis 2012 um 41.459 Tage, das entspricht zehn Prozent. Auch eine Kürzung des Personalstands in der Küche um acht Vollzeitstellen im Prüfzeitraum fand die Zustimmung des Rechnungshofs.

Die Empfehlungen des Rechnungshofs drehen sich um drei Punkte: Zum einen solle die Kabeg nachträgliche Kostenreduktionen für den Neubau ausverhandeln. Zweitens regen die Prüfer Verbesserungen in der Ablauforganisation mit klaren Verantwortlichkeiten an. Der dritte Punkt sind die Folgekosteneinsparungen, wo sich die Experten mehr Organisiertheit, etwa durch ein Monitoring, und mehr "Nachdruck" erwarten.

apa.at

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