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APA-Artikel 30. September 2013

Brustkrebs-Programm - ÖÄK-Wechselberger: Wien und Steiermark isoliert

Die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK) weist die Vorwürfe von Hauptverband-Chef Hans Jörg Schelling entschieden zurück, wonach die Ärztekammern für Wien und Steiermark zu hohe Tarife für das neue Mamma-Screening verlangten. "Es ist logisch nicht nachvollziehbar, dass gerade eine so standardisierte Leistung wie die Mammografie derart unterschiedlich honoriert werden sollte", sagte ÖÄK-Präsident Artur Wechselberger in einer Aussendung am Montag.

Hier räche sich einmal mehr das völlig inhomogene österreichische Kassensystem, so der Ärztechef. Die Radiologen sämtlicher Bundesländer - auch jene in Wien und der Steiermark - hätten enorme Vorleistungen erbracht: Investitionen in neue Röntgengeräte beziehungsweise in technische Aufrüstung, EDV-Umstellungen, Schulungen der Ärzte und des Personals usw. Dass mit allen anderen Gebietskrankenkassen zufriedenstellende Verträge erzielt wurden, sei ein klares Zeichen der Anerkennung des hohen ärztlichen Engagements und auch des großen Mehraufwands, den die neuen Screening-Standards erforderten.

Es sei daher gerade in diesem Fall lächerlich, ausgerechnet den Ärzten reflexartig überhöhte Forderungen vorzuwerfen. Vielmehr erwarte sich Wechselberger vom Vorsitzenden des Hauptverbands, "dass er auf die Obleute der Gebietskrankenkassen von Wien und der Steiermark einwirkt, aus der selbst verschuldeten Isolation herauszukommen und ihre starre Position aufzugeben".

Auch wenn das Brustkrebs-Früherkennungsprogramm aufgrund der unflexiblen Haltung zweier Krankenkassenchefs nicht termingemäß starten kann, haben Frauen mit Überweisung von Hausarzt oder Gynäkologen auch weiterhin ungehinderten Zugang zur Mammografie.

apa.at

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