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APA-Artikel 30. September 2013

Chirurgen enttäuscht über Eingriff des Bundesrats in Ärztetarif

Weil der Bundesrat die Tarife für die Hausärzte ab Mitte 2014 kostenneutral erhöhen will, bekommen im Gegenzug die Spezialisten weniger. Betroffen sind etwa die Chirurgen, die sich am Freitag "sehr enttäuscht" zeigten über den Entscheid der Landesregierung.

Die Folgen für die Einkommen der Spezialärzte liessen sich noch nicht abschätzen, da noch offen sei, bei welchen Spezialisten gekürzt werde. Dies sagte Markus Trutmann, Generalsekretär des Verbandes der chirurgisch und invasiv tätigen Fachgesellschaften (fmch), auf Anfrage.

"Aus unserer Sicht müsste man die gesamte Tarifstruktur revidieren", sagte Trutmann. Damit deckt sich die Position der Chirurgen mit jener der Ärztevereinigung FMH, die sich am Freitag ebenfalls gegen den "isolierten Eingriff" des Bundesrats aussprach und auf die laufende Gesamtrevision des Ärztetarifs TARMED verwies.

FMH-Vizepräsident Ernst Gähler hatte diese Woche in der Ärztezeitung mit dem Argument vor einem Eingreifen des Bundesrats gewarnt, nicht nur die Hausärzte seien unterfinanziert. Dasselbe gelte für weitere Spezialfachgebiete und Spitaltätigkeiten.

Auch die Versicherer bedauern den Eingriff des Staates, wie Paul Rhyn, Sprecher des Krankenkassenverbandes santésuisse, auf Anfrage sagte.

apa.at

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