zur Navigation zum Inhalt
 
APA-Artikel 27. September 2013

FPÖ-LPO Ragger: Bei kranken Kinderseelen wird gespart

"Die GKK und das Sozialreferat des Landes haben vor Kurzem dem Kinderambulatorium in Seeboden einen Vertrag vorgelegt, der alle Verantwortlichen geschockt hat. Er sieht enge Kostenlimits und eine knallharte Begrenzung für die Behandlung von kranken Kindern vor, die für die Therapeuten unakzeptabel sind", teilt Kärntens FPÖ-Obmann LR Mag. Christian Ragger mit. "Das ist die erste sichtbare Konsequenz der Gesundheitsreform", befürchtet er.

In dem Ambulatorium von "Rettet das Kind" werden jährlich über 1.000 Kinder von Ärzten, Logopäden und Ergotherapeuten behandelt. "Die will man jetzt zwingen, dass sie kranke Kinder ab einer gewissen Zahl abweisen und sie nicht behandeln dürfen, weil Land und GKK die Leistungen rationieren", zeigt Ragger auf.

Dabei werde erstmals der patientenfeindliche Charakter der Gesundheitsreform erkennbar. Der entsprechende Bundeszielsteuerungsvertrag, den LH Dr. Peter Kaiser erst am Mittwoch gegen den vehementen Protest der FPÖ unterschrieben hat, bringe für Kärnten scharfe Ausgabenobergrenzen, welche sowohl das Land als auch die GKK einhalten müssen. "Kranke Kinderseelen in Oberkärnten sollen das als erste zu spüren bekommen", so Ragger.

Das sei unhaltbar zumal Oberkärnten bei der Versorgung ohnehin vernachlässigt ist. "Es gibt hier keinen einzigen Kassenfacharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und auch sonst zählt der Bezirk Spittal zu den Regionen mit der österreichweit geringsten Fachärztedichte", teilt Ragger mit.

"Ich fordere LH Dr. Peter Kaiser, die Sozialreferentin Dr. Beate Prettner und die GKK auf, kranke Kinder in Oberkärnten nicht zu den ersten Opfern der Gesundheitssparreform zu machen", betont Ragger abschließend.

apa.at

Zu diesem Thema wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Mehr zum Thema

<< Seite 1 >>

Medizin heute

Aktuelle Printausgaben