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APA-Artikel 26. September 2013

Ärztekammer-Vizepräsident Steinhart: Datenleck bei Apotheken bekräftigt Vorbehalte gegen ELGA

"Es gibt ganz offensichtlich bei elektronisch gespeicherten Gesundheitsdaten keinen wirksamen Schutz vor Datendiebstahl und Missbrauch." So kommentiert Johannes Steinhart, Bundesobmann der niedergelassenen Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), aktuelle Medienberichte über einen Datenskandal im Umfeld der österreichischen Apotheken. "Diese Aufdeckung erhärtet in besonders nachdrücklicher Weise unsere vielfach geäußerten Vorbehalte gegen den elektronischen Gesundheitsakt ELGA", so Steinhart Donnerstag in einer Aussendung.

 

Es sei völlig unverständlich, dass nach all den Berichten über illegale Datenabschöpfung der letzten Wochen und Monate noch jemand der Illusion anhängen könne, es gebe wirksame Maßnahmen gegen Hacker und das missbräuchliche Verwenden und Weitergeben von Gesundheitsdaten. Gesundheit sei ein besonders hohes Gut, und Gesundheitsdaten seien etwas Privates und besonders Schützenswertes. Steinhart: "Hoffentlich zieht unsere Technologie-gläubige Gesundheitspolitik aus dem aktuellen Skandal endlich die richtigen Schlüsse und überarbeitet gemeinsam mit der Ärzteschaft das ELGA-Konzept von Grund auf. Niemand sollte sich ernsthaft den 'gläsernen Patienten' wünschen."

apa.at

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