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APA-Artikel 25. September 2013

Arbeitszeiten: Gesundheitliche Chancengerechtigkeit auch für Spitalspersonal

Die Absenz gesundheitspolitischer Fragen im laufenden Wahlkampf kritisiert der Bundesobmann der angestellten Ärzte und Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK), Harald Mayer. Pläne zur Beseitigung der schlechten Arbeitsbedingungen der Spitalsärzte und des Pflegepersonals als zentrale Maßnahmen des Qualitätsmanagements und gegen den drohenden Ärztemangel spielten keine Rolle, bemängelte Mayer Mittwoch in einer Aussendung. Gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitsbedingungen müssten auch für das medizinische Personal geschaffen werden. "Die Politik hat bereits erkannt, dass gute Arbeitsbedingungen der Gesundheitsberufe einen wesentlichen Beitrag zu einer qualitativ hochstehenden Gesundheitsversorgung leisten können, aber offensichtlich handelt es sich hier bis dato lediglich um ein Lippenbekenntnis", so Mayer unter Verweis auf die Rahmen-Gesundheitsziele, in denen die Verbesserung der gesundheitlichen Chancengleichheit als zentrales Anliegen hervorgehoben wird.

Von Spitalsärzten werde nämlich nach wie vor erwartet, dass sie ohne zu murren 32 oder 49 Stunden durchgehend zur Verfügung stünden und dabei auch noch tadellose Arbeit leisteten. "Wochenarbeitszeiten von mehr als 72 Stunden sind keine Seltenheit, gesundheitliche Probleme sind vorprogrammiert", kritisiert der Chef der Spitalsärzte Versäumnisse der Gesundheitspolitik. Mayer: "Die Politik gibt vor, sich für alle Arbeiter und Angestellten in Sachen Gesundheit einzusetzen, dabei sollte sie nicht auf jene vergessen, die für die Erhaltung und Wiederherstellung der Gesundheit zuständig sind." Es sei zu hoffen, dass sich dies in der nächsten Legislaturperiode endlich ändere, sagte der Kurienobmann abschließend.

apa.at

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