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APA-Artikel 23. September 2013

Spitalsärzte: Ambulanzen nur für Notfälle

Die Bundeskurie Angestellte Ärzte in der Österreichischen Ärztekammer (ÖÄK) fordert eine abgestufte Versorgung zur langfristigen Entlastung der Ambulanzen. Die Basisversorgung soll im niedergelassenen Bereich erfolgen, Ambulanzbesuche sollen nur in Notfällen bzw. mit Überweisung eines niedergelassenen Arztes möglich sein. Die Spitäler wären dann für die spezialisierte Versorgung zuständig. "Das würde die Ambulanzen entlasten, aber ohne Ausbau des niedergelassenen Bereichs wird es nicht gehen", sagte Kurienobmann Harald Mayer am Sonntag in einer Aussendung.

Das Versorgungsangebot außerhalb der Krankenhäuser sei aufgrund politischer Versäumnisse unzureichend. Mayer: "Zwar können die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen Gruppenpraxen bilden; das entsprechende Gesetz ist aber derart wirklichkeitsfremd und das Zulassungsverfahren so kompliziert, dass sich das kaum jemand antut." Auch bei der Einführung des ÖÄK-Haus- und Vertrauensarztmodells habe die Politik offenbar "geschlafen".

Die Schnittstellen zwischen Spital und Niederlassung könnten von Akutordinationen besetzt werden. "Diese könnten den ungebremsten Zustrom in die Ambulanzen kanalisieren - echte Notfälle werden sofort behandelt, die übrigen Fälle werden an den Hausarzt oder an einen geeigneten Facharzt überwiesen. Das Ganze könnte außerhalb der Kernöffnungszeiten von Spitälern stattfinden, also auch am Abend oder am Wochenende", führte der Kurienobmann die Vorzüge des Modells aus. In jedem Fall müsse schleunigst eine für Patienten und Ärzteschaft funktionierende Variante gefunden werden, "sonst kommt es zum Kollaps", warnte Mayer abschließend.

apa.at

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