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APA-Artikel 20. September 2013

Linzer Swap: Mayr macht Rückzieher bei Krankenkassendirektor

Der in der Linzer Swap-Affäre angeklagte und daraufhin zurückgetretene Stadtrat Johann Mayr (SPÖ) hat bei der geplanten Rückkehr als Direktor in die Gebietskrankenkasse (OÖGKK) einen Rückzieher gemacht. In einer Mail an ausgewählte Medien teilte er mit, er werde zwei Wochen Urlaub nehmen und Alternativen suchen. Die angepeilte Rückkehr in die Kasse war zuletzt nicht nur bei der politischen Konkurrenz, sondern auch innerhalb der SPÖ auf Widerspruch gestoßen.

Mayr war als Kassendirektor für seine Zeit als Stadtrat karenziert. Die Rückkehr steht ihm vertraglich zu. Die Position der bisherigen Direktorin Andrea Wesenauer, die ihren Sessel nun räumen und auf ihre frühere Stelle als Ressortdirektorin der Bürogruppe "Kundenservice und Medizin" zurückkehren muss, ist nach Auskunft der Gebietskrankenkasse auf die Karenzierung von Mayr befristet gewesen. Sollte Mayr, für den die Unschuldsvermutung gilt, tatsächlich rechtskräftig verurteilt werden, müsse man die Situation neu bewerten.

Doch die für Freitag geplante Rückkehr auf den Chefsessel der OÖGKK sorgte auch innerhalb der SPÖ für Aufregung. Der Druck auf die Partei wurde im laufenden Wahlkampf immer größer. Zu der Angelegenheit gab es mehrere Krisensitzungen. Auch die Bundes-SP schaltete sich ein. Der Stadtparteivorsitzende Bürgermeister Franz Dobusch gestand ein, dass er die Reaktionen unterschätzt habe.

Für den FPÖ-Landesparteiobmann Landesrat Manfred Haimbuchner war in einer Reaktion am Freitag weiterhin unklar, ob es nach der Nationalratswahl tatsächlich eine Lösung mit Anstand und Moral geben werde oder einen "Postenschacher light". Für ihn sind die Ereignisse in den vergangenen Tagen ein Beweis für die Führungsschwäche des SPÖ-Landesvorsitzenden Josef Ackerl und von Dobusch.

apa.at

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