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APA-Artikel 19. September 2013

Vladyka: Armut hat viele Ursachen und viele Folgen

"Jeder zehnte Österreicher muss beim Essen sparen, knapp 400.000 Personen können sich keine neue Kleidung leisten, 300.000 ÖsterreicherInnen leben in Wohnungen, die sie nicht angemessen warm halten können. Rund 100.000 Kinder leben in Österreich in Armut, rund 250.000 sind armutsgefährdet, etwa eine Million Menschen leben bereits unter der Armutsgrenze. Diese Armut, die auch viele Kinder und Jugendliche betrifft, hat drastische Folgen - Folgen für die Gesundheit, die Bildung und die Möglichkeiten der sozialen Teilhabe. Armut kann jede und jeden treffen. Wer erwerbslos, alleinerziehend oder einen schlecht bezahlten und unsicheren Job hat, ist besonders armutsgefährdet", so die Sozialsprecherin der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Christa Vladyka, zu den heutigen Beratung des NÖ Landesparlaments im Zuge einer Aktuellen Stunde zum Thema "Neue Armut".

Warum gerade die FPÖ diese "Aktuelle Stunde" beantragt hat, ist zu hinterfragen, war es doch gerade diese Partei, die den Wohlstand und die Wohlstandsverteilung in der Regierungszeit von schwarz/blau/orange durch die vielen Grauslichkeiten in eine enorme Schieflage geführt hat. Die FPÖ war es, die durch zig Maßnahmen, wie mehrmalige Erhöhung der Rezeptgebühr, Energieabgabe, Umsatzsteuer auf Lebensmitteln, höhere Selbstbehalte bei Heilbehelfen, Leistungskürzungen der Krankenkassen, Kürzung der Auszahlungsdauer des Krankengeldes, Pensionskürzungen, Besteuerung von Umfallrenten, Spitalkostenbeiträge uvm. viele Menschen finanziell in Bedrängnis gebracht hat", geht die SPNÖ-Politikern mit den antragstellenden FPÖ hart in Gericht.

"Für die SPNÖ ist Beschäftigung und Arbeit ein Eckpfeiler wirkungsvoller Armutsbekämpfung. Die Menschen haben ein Recht auf einen gerechten Anteil an den erwirtschafteten und erarbeiteten Unternehmenserfolgen, sprich auf eine gerechte und existenzsichernde Entlohnung. Die bedarfsorientierte Mindestsicherung ist eine ebenso eine wirkungsvolle Maßnahme, Armut zu bekämpfen, wie die Schaffung von günstigem Wohnraum, wo ja die SPNÖ mit Vorsitzenden Bgm. Mag. Matthias Stadler eine entsprechende Initiative gestartet hat", so Vladyka, die auch wieder für die SPNÖ wichtige niederösterreichische Anliegen in die Debatte einbringt: "Der NÖ Heizkostenzuschuss muss an die neuen Gegebenheiten angepasst werden, ebenso wichtig ist für mich eine Wiedereinführung der leider abgeschafften NÖ Schulstarthilfe. Gerade jetzt zu Schulanfang sind viele AlleinerzieherInnen und auch Familien mit geringen Einkommen von den notwendigen Ausgaben besonders betroffen."

apa.at

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