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APA-Artikel 18. September 2013

Sportminister Klug: Tägliche Turnstunde ins nächste Regierungsprogramm

Sportminister Gerald Klug hat heute eine hochkarätige ExpertInnenrunde aus dem Sport zu einem runden Tisch "Schulsport" eingeladen. Ziel ist ein klares Positionspapier des Sports, damit die tägliche Turnstunde ab Herbst 2014 fixer Bestandteil des kommenden Regierungsprogramms wird.

Gerald Klug: "Mehr Bewegung in der Schule ist ein sehr wichtiges Thema, denn es geht um die Gesundheit, und somit um die Zukunft, junger Menschen. Körperliche Aktivität bietet ein massives Präventionspotential für das Gesundheitssystem und trägt auch zum Stress- und Aggressionsabbau bei. Unzählige internationale Studien zeigen zudem, dass auch die schulischen Leistungen in anderen Unterrichtsfächern durch mehr Sport und Bewegung steigen."

Konkret plant Klug folgende Beiträge des Sports zur Realisierung: Erstens: ExpertInnen aus dem Sport sollen im Sportunterricht zum Einsatz kommen. Geplant ist die Schaffung des Berufsbildes "Sport-Freizeitpädagoge" bzw. "Bewegungscoach", mit dem Personen aus dem organisierten Sport, sprich ausgebildete TrainerInnen oder ÜbungsleiterInnen, für die selbständige Betreuung von Sportangeboten an Schulen qualifiziert werden. Voraussetzung soll eine entsprechende pädagogische Ausbildung sein, die im Rahmen des Hochschullehrganges Freizeitpädagogik österreichweit angeboten werden soll. Klug: "Eine Win-Win-Situation für die Schulen und für den Sport, denn durch die zusätzliche pädagogische Ausbildung werden die Trainerinnen und Trainer auch für ihre Arbeit im Verein fortgebildet."

Zweitens soll es in Zukunft mehr Information und Support für Vereine in der Zusammenarbeit mit der Schule geben. Klug wird dazu eine "Koordinationsstelle Sport und Schule" im Rahmen von "Fit für Österreich" einrichten. "In diesem Zusammenhang wollen wir auch die rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen zwischen Sport und Schule verbessern", sagt Klug.

Drittens braucht es Anreizmodelle, damit Kooperationen zwischen Vereinen und Schulen ins Laufen kommen. Dazu wird es dann auch entsprechendes Infomaterial für Vereine und Schulen geben. Klug verweist hier auf das Erfolgsmodell "Kinder gesund bewegen - Vereine in die Schulen". "79% der Volksschulen geben an, dass sie die Durchführung von Bewegungsmaßnahmen und weitere Kooperationen wie Sportfeste mit Sportvereinen anstreben. Allerdings haben erst 18 % davon konkrete Vereinbarungen getroffen. Es gibt also noch enormes Potential", sagt Klug.

 

apa.at

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