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APA-Artikel 18. September 2013

Zum Welt-Alzheimertag am 21. September

Die Betreuung von Alzheimer-Patienten erfordert spezielle Kenntnisse über den Krankheitsverlauf sowie über Maßnahmen in der Pflege. Angehörige fühlen sich dabei häufig überfordert. Wenn die Kraft zur Pflege nicht mehr ausreicht, bleibt als letzte Alternative oft nur die Aufnahme in ein Pflegeheim. Die Pflegehäuser der Barmherzige Schwestern Pflege GmbH sind auf Personen mit Demenzerkrankungen spezialisiert und erleichtern den Alltag für beide Seiten.

"Die Demenz fordert bekanntlich immer zwei Opfer: Nämlich den von der Krankheit Betroffenen und den pflegenden Angehörigen", sagt Astrid Reiter, Heimleiterin des Pflegehaus St. Katharina in Wien, Gumpendorf. Schließlich verändert sich im Verlauf der Krankheit die Beziehung zwischen dem erkrankten Elternteil oder Partner und dem pflegenden Angehörigen. Dieser fällt recht unmittelbar von der Rolle der Tochter oder Sohnes beziehungsweise von der des Lebenspartners in die Rolle des Pflegers - und muss eine völlig neue Verantwortung innerhalb dieser Beziehung übernehmen. "Das ist eine Aufgabe, mit der sehr viele pflegende Angehörige überfordert sind", so Reiter. Auf emotionaler Ebene müssen sie lernen, Beschimpfungen und Aggressionen seitens der Erkrankten nicht persönlich zu nehmen und gleichzeitig mit der Tatsache umgehen, vom Erkrankten nicht mehr erkannt zu werden. Die Pflegetätigkeit an sich fordert wiederum Einsatz rund um die Uhr: man muss ständig kontrollieren, beaufsichtigen und anleiten. "Vor allem das Thema Inkontinenz ist ein sehr intimes Problem, mit dem viele Angehörige nicht mehr umzugehen verstehen und dann die Entscheidung für eine Aufnahme in ein Heim treffen", weiß Reiter.

Pflege, Seelsorge und Mäeutik in den Pflegehäusern der Barmherzige Schwestern GmbH Die Pflegehäuser St. Katharina in Wien Gumpendorf und St. Louise im niederösterreichischen Maria Anzbach sind speziell auf Patienten mit Demenzerkrankungen ausgerichtet. Ihre Betreuung reicht weit über den herkömmlichen Pflegebegriff hinaus: Die Bewohnern leben in einer eigenen Wohngruppe, die von einem Team, das sich aus Pflege, Seelsorge, Seniorenbetreuung und ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammensetzt, betreut wird. Jeder Bewohner wird unter Berücksichtigung seiner Fähigkeiten, Biographie und Interessen entsprechend gefördert. Alles natürlich unter enger Einbeziehung der Angehörigen. Dabei arbeiten die Pflegekräfte mit tiergeschützter Therapie, Validationsgruppen, Maltherapie und der Mäeutik. Letztere wiederum ist eine wichtige Methode, die speziell in den beiden Pflegehäusern angewendet wird. Dabei wird die Erlebenswelt des Bewohners, als auch die des Betreuers berücksichtigt, wodurch ein harmonisches und respektvolles Miteinander geschaffen und gefördert wird.

Zahlen zu Alzheimer Weltweit sind etwas 35 Millionen Menschen von Alzheimer betroffen. In Österreich leiden rund 100.000 Personen an einer Demenz. Aufgrund der höheren Lebenserwartung wird sich diese Zahl bis ins Jahr 2050 fast verdoppeln.

 

apa.at

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